Wallis

07. Februar 2010 14:51; Akt: 07.02.2010 15:00 Print

Nach 17 Stunden aus Lawine gerettetNach 17 Stunden aus Lawine gerettet

Ein Wunder in den Alpen: Ein 21-jähriger Waadtländer hat in Evolene im Wallis 17 Stunden unter einer Lawine überlebt.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Bei vollem Bewusstsein und lediglich mit einer leichten Unterkühlung wurde er ins Spital von Sitten überflogen, wie die Walliser Kantonspolizei am Sonntag mitteilte. Er befindet sich nicht in Lebensgefahr.

Der Skifahrer war am (gestrigen) Samstagnachmittag gegen 16.30 Uhr von seiner Familie als vermisst gemeldet worden. Nach einer unverzüglich eingeleiteten Suchaktion wurde in der Region «du pas d'Arpilles» ausserhalb der markierten Pisten ein 50 Meter breiter und 150 Meter langer Lawinenkegel lokalisiert. Eine Skispur führte in die Lawine und verlor sich in den Schneemassen. Am Sonntagmorgen früh um 01.30 Uhr musste die Suche aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden. Am Sonntagmorgen bei Tagesanbruch überflog ein Helikopter der Air-Glacier die Lawine. Dabei wurden Bewegungen auf dem Lawinenkegel wahrgenommen, die vom Verschütteten stammten. Der junge Mann lag blockiert unter einer 50 Zentimeter dicken Schneedecke und konnte dort befreit werden. Anhand von ersten Erkenntnissen wird angenommen, dass er auf Grund eines kleinen Hohlraums mit Frischluftzufuhr, die er vor seinem Gesicht geformt hatte, so lange überleben konnte. «Überleben, trotz 17 Stunden unter einer Lawine zu liegen und danach mit einer leichten Unterkühlung aufgefunden zu werden, muss als 'besonderes Ereignis' bezeichnet werden», schreibt die Polizei.

(dapd)