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16. Juli 2007 06:01; Akt: 16.07.2007 16:30 Print
Brand in AkW nach Erdbeben
Bei einem schweren Erdbeben im Nordwesten Japans sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen und fast 700 verletzt worden. Noch im 250 Kilometer entfernten Tokio schwankten am Montag die Gebäude.
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Erdbeben in Japan
Das Beben hatte eine Stärke von 6,8. Sein Epizentrum lag Medienberichte zufolge in der Provinz Niigata, die etwa 250 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Tokio liegt. Am schwersten betroffen war die Stadt Kashiwazaki.
Schwarzer Rauch über dem Atomreaktor Kashiwazaki im Nordosten Japans. (Bild: AP/NHK)
Infolge der starken Erschütterung von 10.30 Uhr Ortszeit wurden 300 Häuser völlig zerstört. In mehr als 35 000 Häusern fiel der Strom aus. 50 000 Häuser waren wegen geplatzter Leitungen von der Wasserversorgung abgeschnitten.
In Kashiwazaki suchten 1400 Menschen Schutz in Notunterkünften. Wegen der geborstenen Wasserleitungen gab es laut Medien jedoch nicht genug sanitäre Einrichtungen. Rund 100 Evakuierungszentren wurden in der Provinz Niigata eingerichtet, wo die Menschen angesichts andauernder Nachbeben ängstlich ausharrten.
Stellenweise gingen Erdrutsche nieder und begruben Strassen und Eisenbahngleise. Der Bahnverkehr wurde beeinträchtigt. Am Nachmittag wurden die Menschen in der Provinz Niigata erneut von einem Nachbeben der Stärke 5,6 aufgeschreckt.
Den örtlichen Rettungskräften kamen Soldaten und Kräfte des Katastrophenschutzes zu Hilfe. Ministerpräsident Shinzo Abe unterbrach seinen Wahlkampf, um sich an Ort und Stelle ein Bild von der Lage zu machen.
Feuer in Atomkraftwerk
Im weltgrössten Atomkraftwerk Kashiwazaki Kariwa brach ein Feuer aus, das aber schnell gelöscht wurde. Nach Angaben des Betreibers, Tokyo Electric Power, wurde keine Radioaktivität freigesetzt. Die Anlage wurde vom Netz genommen.
Japan wird nahezu alle fünf Minuten von Erdstössen erschüttert. Die Region Niigata war zuletzt im Oktober 2004 Schauplatz eines Erdbebens, bei dem 65 Menschen starben und mehr als 3000 verletzt wurden. In Kobe kamen 1995 mehr als 6400 Menschen bei einem Beben ums Leben.
(sda)

























