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20. Dezember 2007 12:12; Akt: 20.12.2007 13:35 Print
Hakenkreuz-Fall: Selbst eingeritzt?
Mutmassliche Wende im Hakenkreuz-Fall im ostdeutschen Mittweida: Eine Anfang November angeblich von Neonazis misshandelte junge Frau hat sich das NS-Symbol nach Justizangaben vermutlich selbst in die Hüfte geritzt.
Das gehe aus einem rechtsmedizinischen Gutachten hervor, teilte die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Dienstag mit und bestätigte damit einen Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».
Bislang gingen die Ermittler davon aus, dass vier Neonazis am 3. November in der sächsischen Kleinstadt ein sechsjähriges Mädchen aus einer Aussiedlerfamilie belästigt und der zur Hilfe eilenden Jugendlichen ein Hakenkreuz in die Haut geschnitten hatten.
Weiterhin keine Zweifel haben die Ermittler nach Angaben vom Dienstag jedoch daran, dass die 17-Jährige dem Mädchen half. Details wollten die Ermittler am Nachmittag in einer Mitteilung nennen.
Der Fall war von Beginn an mysteriös. Die junge Frau hatte erst neun Tage nach dem Vorfall die Tat bei der Polizei angezeigt. Die Ermittler gingen ihrerseits erst Ende November mit einem Fahndungsaufruf an die Öffentlichkeit. Laut damaliger Mitteilung schlossen Rechtsmediziner aus, dass sich die 17-Jährige die Verletzungen selbst zugefügt haben könnte.
(sda)

























