18. August 2007 06:06; Akt: 21.08.2007 15:22 Print

Hurrikan-Alarm in Jamaika und MexikoHurrikan-Alarm in Jamaika und Mexiko

Der Hurrikan Dean hat Kurs auf Jamaika und die mexikanische Halbinsel Yucatan genommen. Und das mit über 240 Stundenkilometern. Der Wirbelsturm könnte noch an Stärke zulegen.

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Am 22. August traf Hurrikan Dean ein zweites Mal Mexico. Hier Tuxpan, im Bundesstaat Veracruz. Puerto Esmeralda in Veracruz. Poza Rica in Veracruz. Bild: Reuters. Tecolutlain in Veracruz. Über dem mexikanischen Festland schwächte sich der Hurrikan zu einem normalen Sturm ab. Auf seiner Bahn durch die Karibik riss Dean insgesamt 20 Menschen in den Tod. Dean trifft am 21. August mit bis zu 300 km/h auf Yucatan. Trotz offensichtlicher Zerstörung ist die mexikanische Halbinsel mit einem blauen Auge davon gekommen. In Felipe Carrillo Puerto. In Chetumal. In Chetumal. In Chetumal. In Limones. In Majahual. Hurrikan Dean am 20. August 2007 auf dem Weg zur mexikanischen Halbinsel Yucatan. Hurrikan Dean (Wolken im Hintergrund) auf dem Weg nach Yucatan vom Flugzeug aus gesehen. Bewohner von Chetumal im Bundesstaat Quintana Roo, Mexiko, haben sich in Notunterkünfte in Sicherheit gebracht. Bild: Reuters. Konvoi von über 25 Schulbussen auf dem Weg nach Südtexas. Sollte Hurrikan Dean auf Texas treffen, könnten damit und dutzenden weiteren Bussen Küstenbewohner des US-Bundesstaates evakuiert werden. Ein Mann in Belize-Stadt macht sein Haus «Hurrikan-sicher». Bild: Reuters. Hurrikan Dean brachte grosse Zerstörung in Jamaika. Bilder: Keystone/Reuters. Die Regierung verhängte eine Ausgangssperre und Sicherheitskräfte patroullierten in den Strassen, um Plünderungen zu verhindern. Satellitenbild von «Dean»: Der Sturm soll am Dienstag aufs mexikanische Festland treffen. In Mexiko wehen Flaggen warnend im Wind, um Badefreudige von leichtsinnigen Aktionen abzuhalten. Diverse Ölplattformen wurden vorsorglich evakuiert. In Cancun, Mexiko, heissen die Bewohner den Wirbelsturm sarkastisch willkommen. Dieser Jamaikaner in Port Royal sieht «Dean» gelassen entgegen und raucht eins während andere die Luken dichtmachen. Eine Jamaikanerin kämpft gegen den Sturmwind an. Der Hurrikan kündigt sich am Sonntag in Downtown Kingston, Jamaica, durch heftige Winde an. Der Hurrikan, wie ihn die Astronauten der «Endeavour» am Samstag sahen. Sie mussten früher zur Rückkehr aufbrechen, um nicht mitten im Sturmwind zu landen. In St. Lucia, einem unabhängigen Inselstaat südlich von Martinique, richtete der Hurrikan am Freitag verheerende Schäden an. Auf Martinique und Guadeloupe fielen «Dean» mehrere Menschen zum Opfer. Zudem zerstörte der Sturm grosse Bananen- und Zuckerrohrplantagen.. Martinique. (Bild: Reuters) (Bild: Reuters) (Bild: Reuters) (Bild: Reuters) Vor den Tankstellen in Guadeloupe bilden sich lange Schlangen aus Angst vor Versorgungsknappheit. Die Läden sind leergekauft. (Bild: Reuters)

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Bis zum Erreichen der mexikanischen Halbinsel Yucatán am Montag könnte Dean zum Hurrikan der höchsten Kategorie 5 hochgestuft werden - dies bedeutet eine Windgeschwindigkeit von mindestens 249 Kilometern in der Stunde.

Am Freitag richtete er bereits schwere Verwüstungen auf den Kleinen Antillen an und verstärkte sich westwärts ziehend über dem warmen Meer. Als erster Wirbelsturm der Saison über dem Atlantik wurde Dean am Samstag in die Kategorie 4 hochgestuft. Auf seinem Kurs liegt zunächst die Insel Hispaniola mit Haiti und der Dominikanischen Republik. Auch in den US-Staaten Texas und Louisiana riefen die Behörden die Bevölkerung auf, sich auf eine mögliche Ankunft des Wirbelsturms am kommenden Mittwoch vorzubereiten.

Auf den Kleinen Antillen kamen am Freitag mindestens drei Menschen ums Leben. Ein Erdrutsch auf der Insel Dominica verschüttete eine Frau und ihren siebenjährigen Sohn. Mindestens 150 Häuser wurden nach Angaben der Regierung beschädigt. Auf St. Lucia wurde ein 62-jähriger Mann von einem Hochwasser führenden Fluss mitgerissen, als er eine Kuh retten wollte. Der Sturm riss zahllose Dächer ab, entwurzelte Bäume und setzte mit heftigen Regenfällen Strassen unter Wasser. Auch auf der zu Frankreich gehörenden Insel Martinique wurden schwere Schäden angerichtet. Der für die Überseegebiete zuständige Staatssekretär Christian Estrosi teilte mit, dass die Bananenplantagen nahezu vollständig und die Zuckerrohrfelder zu 70 Prozent zerstört worden seien.

Am Samstagmittag befand sich das Auge des Hurrikans 990 Kilometer östlich von Jamaika und 400 Kilometer südlich von Santo Domingo. Die Behörden von Haiti wiesen alle Fischer an, ihre Boote an Land zu lassen und gaben eine Warnung für küstennahe Gemeinden aus. Die Ministerpräsidentin von Jamaika, Portia Simpson Miller, teilte mit, im besonders gefährdeten Osten der Insel sei alles für eine Evakuierung vorbereitet. Sorgen machten sich auch die Behörden der mexikanischen Halbinsel Yucatán und die Ölindustrie - im Golf von Mexiko befinden sich 4.000 Öl- und Gasplattformen.

Unterdessen meldeten die Behörden der US-Staaten Tennessee und Alabama zehn weitere Hitzetote, womit die Zahl der Todesopfer auf mindestens 47 stieg. Vor allem ältere Menschen brachen bei Temperaturen um 40 Grad zusammen.

In Texas suchten Rettungskräfte nach Bewohnern, die im Anschluss an den tropischen Sturm Erin von Fluten weggerissen wurden. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, zwei galten noch als vermisst. Mit Blick auf den Hurrikan Dean rief die Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, bereits den Notstand aus, um alle erdenklichen Vorbereitungen zu treffen, damit sich die Katrina-Katastrophe von 2005 nicht wiederholen kann.

(sda)