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18. August 2007 06:06; Akt: 21.08.2007 15:22 Print
Hurrikan-Alarm in Jamaika und Mexiko
Der Hurrikan Dean hat Kurs auf Jamaika und die mexikanische Halbinsel Yucatan genommen. Und das mit über 240 Stundenkilometern. Der Wirbelsturm könnte noch an Stärke zulegen.
Bis zum Erreichen der mexikanischen Halbinsel Yucatán am Montag könnte Dean zum Hurrikan der höchsten Kategorie 5 hochgestuft werden - dies bedeutet eine Windgeschwindigkeit von mindestens 249 Kilometern in der Stunde.
Hurrikan Dean bewegt sich in der Karibik Richtung Jamaika und Mexiko. (Bild: AP Photo/NOAA)
(Bild: Keystone)
Am Freitag richtete er bereits schwere Verwüstungen auf den Kleinen Antillen an und verstärkte sich westwärts ziehend über dem warmen Meer. Als erster Wirbelsturm der Saison über dem Atlantik wurde Dean am Samstag in die Kategorie 4 hochgestuft. Auf seinem Kurs liegt zunächst die Insel Hispaniola mit Haiti und der Dominikanischen Republik. Auch in den US-Staaten Texas und Louisiana riefen die Behörden die Bevölkerung auf, sich auf eine mögliche Ankunft des Wirbelsturms am kommenden Mittwoch vorzubereiten.
Auf den Kleinen Antillen kamen am Freitag mindestens drei Menschen ums Leben. Ein Erdrutsch auf der Insel Dominica verschüttete eine Frau und ihren siebenjährigen Sohn. Mindestens 150 Häuser wurden nach Angaben der Regierung beschädigt. Auf St. Lucia wurde ein 62-jähriger Mann von einem Hochwasser führenden Fluss mitgerissen, als er eine Kuh retten wollte. Der Sturm riss zahllose Dächer ab, entwurzelte Bäume und setzte mit heftigen Regenfällen Strassen unter Wasser. Auch auf der zu Frankreich gehörenden Insel Martinique wurden schwere Schäden angerichtet. Der für die Überseegebiete zuständige Staatssekretär Christian Estrosi teilte mit, dass die Bananenplantagen nahezu vollständig und die Zuckerrohrfelder zu 70 Prozent zerstört worden seien.
Am Samstagmittag befand sich das Auge des Hurrikans 990 Kilometer östlich von Jamaika und 400 Kilometer südlich von Santo Domingo. Die Behörden von Haiti wiesen alle Fischer an, ihre Boote an Land zu lassen und gaben eine Warnung für küstennahe Gemeinden aus. Die Ministerpräsidentin von Jamaika, Portia Simpson Miller, teilte mit, im besonders gefährdeten Osten der Insel sei alles für eine Evakuierung vorbereitet. Sorgen machten sich auch die Behörden der mexikanischen Halbinsel Yucatán und die Ölindustrie - im Golf von Mexiko befinden sich 4.000 Öl- und Gasplattformen.
Unterdessen meldeten die Behörden der US-Staaten Tennessee und Alabama zehn weitere Hitzetote, womit die Zahl der Todesopfer auf mindestens 47 stieg. Vor allem ältere Menschen brachen bei Temperaturen um 40 Grad zusammen.
In Texas suchten Rettungskräfte nach Bewohnern, die im Anschluss an den tropischen Sturm Erin von Fluten weggerissen wurden. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, zwei galten noch als vermisst. Mit Blick auf den Hurrikan Dean rief die Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, bereits den Notstand aus, um alle erdenklichen Vorbereitungen zu treffen, damit sich die Katrina-Katastrophe von 2005 nicht wiederholen kann.
(sda)


























