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22. Juni 2007 12:28; Akt: 22.06.2007 16:58 Print
Es war ein «Superzellen- Gewitter»
Die gewaltigen Gewitter vom Mittwoch haben im Kanton Schwyz zu Regenmengen geführt, wie sie nur alle 100 bis 200 Jahre einmal vorkommen. Aber auch bei den «Superzellen-Gewittern» vom nächsten Tag über dem Mittelland fielen Mengen, die nur alle fünf bis 20 Jahre gemessen werden.
Die Datenanalyse bestätige die Schadensbilder in den Unwetterregionen, stellte Klimatologe Stephan Bader am Freitag fest. Die an beiden Gewittertagen innert weniger Minuten gefallenen Niederschlagsmengen stellen nach seinen Worten örtlich ganz seltene Ereignisse dar: So fielen am Mittwochabend an der Station Alpthal in der Region Einsiedeln im Kanton Schwyz innert einer Stunde 72,5 Liter Regen pro Quadratmeter. Ein solches Ereignis ist laut Bader für die Region Alpthal im Durchschnitt nur alle 100 bis 200 Jahre zu erwarten.
Der Lyssbach ist an mehreren Stellen gleichzeitig über die Ufer getreten. (Mobile-Reporter: Philipe Moser)
Wassermassen drücken aus der Kanalisation unter der Rosengartenstrasse in Zürich. (Bild: Mobile-Reporter Sven Jasper.)
In Fraubrunnen steht die Möbelfabrik unter Wasser. (Bild: Mobile-Reporter M. Kuoni).
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Gewaltig regnete es am gleichen Abend aber auch in Chur, wo innerhalb von nur zehn Minuten 21,1 Liter Wasser gemessen wurden. Ein solcher Messwert ist laut Bader im Durchschnitt nur alle 100 Jahre zu erwarten. Es handelt sich für die Messreihe Chur um das bei weitem intensivste kurzfristige Niederschlagsereignis seit Beginn der hochauflösenden Messungen im Jahr 1981. Die bisher höchste Zehn-Minuten-Menge datierte vom August 1989 mit 12,5 Litern.
Die am (gestrigen) Donnerstag über das gesamte Mittelland ziehende Gewitterfront führte an den Messstationen Zürich und Tänikon (TG) zu Zehn-Minuten-Werten von 18,1 beziehungsweise 18,9 Litern. In Zürich ist laut Bader ein solches Ereignis nur alle fünf bis zehn Jahre wahrscheinlich. Der Maximalwert liegt 24,3 Litern (August 1988). Der in Tänikon gemessene Wert tritt nur alle zehn bis 20 Jahre auf. Der Maximalwert liegt hier bei 19,6 Litern (Juni 1996).
Die 36 Stunden seit Mittwochabend seien etwas vom «Verrückteren», was die Schweizer Meteorologie bisher erlebt habe, stellte auch Andreas Hostettler fest, der den Ablauf der Gewitter analysierte. In der besagten Zeit seien in allen betroffenen Regionen «Superzellen-Gewitter» niedergegangen. Es handelt sich dabei um die heftigste Gewitterart mit langer Beständigkeit, Starkregen, Hagel, Sturmwinden und vielen Blitzen. Die Gewitterfront brachte am Donnerstagmorgen aber vom Kanton Aargau bis an den Bodensee Sturmwinde von verbreitet über 100 Kilometern pro Stunde (Km/h) mit sich. Die Spitze wurde in Steckborn (TG) mit 115,9 Km/h gemessen. Seit Jahren habe der Juni nicht mehr mit einer derart extremen Gewitterhäufigkeit überrascht, sagte Hostettler. Mit einer Kaltfront dürfte sich die Gewitterphase nun dem Ende zuneigen.
(dapd)
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Alle 79 Kommentare




























@ Tom-atos fragwürdiges Fazit
Lieber Tom , da viele der Rot-Grünen ihre Löhne nicht wirklich verdienen , ist das Eigenlob eine Entschuldigung des schlechten Gewissens für die hohle Hand hinter dem Rücken .
Alle Knochen schmerzen
Habe seit gestern Vormittag über 20 Stunden Schlamm weggeschaufelt und immer ist noch nicht alles weggeräumt , das Wiederherstellen von Wegen Feldern Uferbefestigung und Holzerarbeiten wird mich noch lange Zeit in Anspruch nehmen . Dank der Hilfe von Nachbarn geht alles viel leichter Danke viel mal
Die Natur schlägt zurück
Was ja auch spannend ist. Doch auf Dauer wird es für uns sehr teuer stehen, siehe z. B. New Orleans. Wie lange wird noch dauern, bis wir hier Wirbelstürme erleben werde???