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Mindestens 200 Häuser zerstört
17. April 2009 15:18; Akt: 17.04.2009 15:19 Print
22 Tote nach Erdbeben in Afghanistan
Bei zwei Erdbeben sind im Osten Afghanistans mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Das erste Beben mit der Stärke 5,4 erschütterte die Provinz Nangarhar kurz nach Mitternacht.
Wenige Stunden später habe es in der Region im Hindukusch-Gebirge ein Nachbeben mit der Stärke 5,1 gegeben, erklärte Präsident Hamid Karsai in einer am Freitag verbreiteten Mitteilung. Mindestens 50 weitere Menschen seien durch Trümmer verletzt worden. Rettungskräfte suchten nach weiteren Opfern.
Angehörige der Opfer begannen am Freitagnachmittag bereits damit, die Toten zu begraben, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.
Nach Angaben der staatlichen Katastrophenschutzbehörde (ANDMA) lag das Epizentrum im Distrikt Shersad - etwa 80 Kilometer östlich der Hauptstadt Kabul. Dort habe es auch die grössten Sachschäden gegeben, sagte ANDMA-Direktor Abdul Mateen Edrak.
Lehmhäuser brachen zusammen
In mehreren Dörfern seien 200 bis 300 vor allem aus Lehm errichtete Häuser eingestürzt. Den Angaben zufolge gab es in der Unglücksregion im Grenzgebiet zu Pakistan in den vergangenen Tagen heftige Regenfälle, weshalb viele der nun zerstörten Gebäude schon beschädigt waren.
Polizeibeamte wurden in das Bebengebiet geschickt, um bei der Bergung zu helfen. Auch ein Hilfskonvoi der US-Armee machte sich von der Provinzhauptstadt Jalalabad aus auf den Weg in die betroffene Region.
Erdbebengebiet
Das Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan wird häufig von Erdbeben erschüttert, da in der Region der Hindukusch-Bergkette zwei Erdplatten aufeinandertreffen.
Erst Anfang Januar verursachte ein Beben mit der Stärke 6,4 im Grenzgebiet sowie in Teilen der nur wenige hundert Kilometer entfernten pakistanischen Kaschmir-Region Sachschäden. Im Oktober 2005 waren bei einem Beben der Stärke 7,6 im Nordwesten Pakistans und in der indischen Kaschmir-Provinz etwa
(sda)

























