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Mexiko
07. September 2010 06:50; Akt: 07.09.2010 07:57 Print
Sechs Migrantenmörder tot
Sechs der mutmasslichen Täter, die Ende August im Norden Mexikos 72 Migranten aus Mittel- und Südamerika erschossen haben, sind inzwischen tot.

Hier wurden die 72 Leichen Ende August gefunden. (Bild: Keystone/AP)
Drei Leichen wurden infolge eines anonymen Anrufes nach dem Massaker gefunden. Sie wurden an einer Strasse bei der Stadt Abasolo von einem Überlebenden, einem Mann aus Honduras, als Täter identifiziert, wie der für Sicherheit zuständige Regierungssprecher Alejandro Poiré am Montagabend (Ortszeit) in Mexiko-Stadt mitteilte.
Infografik Drogen MexikoDrei weitere mutmassliche Täter wurden bei einer Schiesserei mit Soldaten getötet. Diese ereignete sich am 23. August, einen Tag nach den Morden auf einer Farm bei San Fernando in Tamaulipas. Dort hatten Mitglieder der kriminellen Bande der «Los Zetas» die Migranten erschossen, weil diese sich geweigert hatten, sich von ihnen anwerben zu lassen.
Unterdessen hat die mexikanische Polizei in den vergangenen Tagen mehrfach Migrantentransporte abgefangen. Am Sonntag beschlagnahmte sie im Bundesstaat Veracruz einen Lastwagen, in dem 80 Migranten nach Norden in Richtung USA transportiert wurden. Sie waren nach Behördenangaben in dem Anhänger des Fahrzeuges unter inhumanen Bedingungen zusammengepfercht.
Illegale Einwanderer in Gefahr
Am 24. August wurden 21 Guatemalteken ohne Papiere festgesetzt und am 28. August wurden in Hidalgo nördlich von Mexiko-Stadt 80 Menschen aus Zentralamerika festgenommen, die auf einem Güterzug in Richtung Norden fuhren.
Offiziellen Schätzungen zufolge versuchen pro Jahr rund
(sda)


























