07. August 2007 12:20; Akt: 07.08.2007 12:27 Print

Heftige Gewitter fordern mindestens vier VerletzteHeftige Gewitter fordern mindestens vier Verletzte

Die Unwetter haben seit Montagabend mindestens vier Verletzte gefordert. In Brunnen gerieten drei Autoinsassen in einen Erdrutsch und mussten mit einem Schock ins Spital gebracht werden. In Flamatt blieb ein Güterzug im Schlamm stecken.

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Die ersten Gewitter fegten am frühen Montagabend über die Schweiz. Sie waren begleitet von Sturmböen, starken Regenfällen und teilweise auch Hagel. Laut MeteoSchweiz fielen zwischen dem Chablais-Gebiet und Basel sowie im Neuenburger Jura 30 bis 50 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Pays d'En-Haut sowie in den Regionen von Bern und Moutier waren es örtlich sogar bis 90 Liter Regen.

Murgänge in Schwyz

Besonders betroffen von den Gewittern war Brunnen im Kanton Schwyz, wo ein Murgang die Kantonsstrasse verschüttete. Zwei Autos fuhren praktisch in den Murgang hinein, die drei Insassen mussten ihre Fahrzeuge stehen lassen und sich in Sicherheit bringen. Sie wurden mit einem Schock ins Spital gebracht, wie die Schwyzer Kantonspolizei mitteilte. Durch den Murgang wurden rund ein Dutzend weitere Autos beschädigt.

Im freiburgischen Flamatt fuhr am frühen Dienstagmorgen ein Güterzug in einen Erdrutsch. Verletzt wurde bei dem Vorfall kurz vor 04.00 Uhr niemand und der Zug entgleiste nicht, wie die SBB bekannt gaben. Im Regionalverkehr wurden Ersatzbusse eingesetzt und der Fernverkehr wurde über die Jurasüdfusslinie umgeleitet.

Freiburg stark betroffen

Stark getroffen haben die Gewitter am Dienstagmorgen auch die Stadt Freiburg, wo Dutzende von Kellern überflutet wurden. Bei der Polizei gingen rund 100 Meldungen ein, wie eine Sprecherin sagte. 14 Feuerwehrkorps wurden aufgeboten und rund 180 Menschen standen im Einsatz. Rund zehn Zentimeter Wasser lag auch auf der Zähringer-Brücke, einer wichtigen Zufahrtsachse zur Stadt Freiburg. Sie musste für den Privatverkehr vorübergehend gesperrt werden.

Im Vorort von Freiburg, in Marly, wurde eine Person im Zusammenhang mit den Unwettern verletzt. Die näheren Umstände waren nicht bekannt. Eine weitere Person wurde in Marly vom Dach eines Autos gerettet, wo sie vor den Wassermassen Zuflucht gesucht hatte.

Schäden in Obwalden

Bereits am Vorabend hatten heftige Gewitter im Kanton Obwalden - insbesondere in Alpnachstad und Niederstad - Schäden verursacht. Durch die diversen Hangrutsche waren mehrere Häuser und Ställe beschädigt worden. Die Kantonsstrasse wurde überschwemmt und wegen eines Erdrutsches war auch die Brünigstrecke vorübergehend unterbrochen.

Die Brünigstrecke der Bahn konnte wieder eröffnet werden. Zwischen Gersau und Brunnen wurden Schiffe eingesetzt, da die Strasse weiter gesperrt blieb. Das Schadenausmass stand zunächst nicht fest. Ein weiterer Erdrutsch versperrte auch die Durchfahrt zwischen Court und Gänsbrunnen im bernisch-solothurnischen Grenzgebiet.

(dapd)