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24. August 2006 11:27; Akt: 24.08.2006 19:17 Print
Die Tage des Wolfes sind gezählt
Der Wolf, der seit April im Goms seine Runden zieht, soll erschossen werden. Die Jagdaufsicht hat beim Jagdinspektorat angefragt, ob das marodierende Tier zum Abschuss freigegeben werden kann.
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Soll man Wölfe in freier Wildbahn abschiessen?
Seit Anfang Juli hat der Walliser Wolf 30 Schafe gerissen und zwei weitere verletzt. Peter Scheibler, Chef der Walliser Dienststelle für Jagd, bestätigte einen Artikel der Zeitung «Walliser Bote» vom Donnerstag, wonach er einen entsprechenden Antrag in Bern eingereicht habe.
Der eidgenössische Jagdinspektor müsse nun überprüfen, ob im vorliegenden Fall die Abschuss-Bedingungen aus dem Wolfskonzept des Bundes erfüllt sein. Dieses besagt, dass ein Wolf getötet werden darf, wenn er in einem Monat 25 Schafe reisst oder innerhalb von vier Monaten 35 Schafe tötet.
«Wir sind sicher, dass er in 32 Tagen 25 Schafe getötet hat», sagte Scheibler. Deshalb sei wohl bereits die erste Bedingung erfüllt. Man gehe im Übrigen davon aus, dass der Wolf noch andere Schafe angreife und deshalb auch die zweite Bedingung bald erfüllt sei.
Bevor eine Abschussbewilligung erteilt wird, muss auch untersucht werden, ob die Schafherden genügend geschützt waren. Der Gommer Wolf stammt urspünglich aus Italien. Er wurde das erste Mal am 12. April beobachtet, als er oberhalb von Gluringen einen Fasan verzehrte.
Wie einer Statistik des Raubtier-Forschungsprojekts Kora zu entnehmen ist, handelt es sich beim Gommer Tier um den 14. seit 1995 in der Schweiz nachgewiesenen Wolf. Die meisten der Tiere waren ins Wallis eingewandert und stammten aus italienisch- französischen Populationen.
(sda)

























