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Fixierte Preise
02. September 2010 14:45; Akt: 02.09.2010 14:55 Print
SBB zocken mit veraltetem Eurokurs ab
Wer bei den SBB ein Auslandticket kauft, zahlt 20 Prozent mehr, als wenn er es direkt im Ausland erwirbt. Es gibt eine einfache Lösung, den Preishammer zu umgehen.

Wer am SBB-Schalter ein Auslandsbillet kauft, zahlt wegen dem Euro-Kurs einen Fünftel höheren Tarif als im Ausland. (Bild: Keystone)
Der Euro fällt und fällt – nur bei den SBB nicht. Wer beispielsweise mit dem Zug von Genf nach Toulon fährt, zahlt bei den französischen Bahnen 58 Euro, was derzeit rund 76 Franken entspricht. Die SBB verrechnen fürs gleiche Billett 91 Franken – also rund einen Fünftel mehr. Der Grund dafür ist simpel: Die Bundesbahnen rechnen für Auslandsfahrten mit einem veralteten Eurokurs: «Wir fixieren einmal pro Jahr zusammen mit allen europäischen Bahnen die Tarife und einen Euro-Wechselkurs», bestätigt SBB-Sprecher Christian Ginsig gegenüber 20 Minuten Online einen Bericht des «Landboten». Momentan rechnen die SBB mit einem Kurs von 1.56, dabei liegt der Eurokurs derzeit bei 1.30 Franken. Der Kurs sei im Herbst 2009 festgelegt und auf den Fahrplanwechsel 2009 eingeführt worden, so Ginsig.
Infografik Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB)Seit Monaten befindet sich der Euro im Sturzflug. Warum werden die Frankenpreise nicht zum Tageskurs berechnet oder wenigstens monatlich angepasst? «Wir haben schwerfällige IT-Systeme im Einsatz», erklärt der SBB-Sprecher. Dass sich die Kunden über die grossen Preisunterschiede ärgern, sei verständlich. Eine Anpassung der Wechselkurse sei aber nur gemeinsam mit den ausländischen Bahngesellschaften möglich. Erschwerend komme hinzu, dass die ganzen Tarifsysteme hochkomplex seien. Es sei unrealistisch, dass es bis zum Fahrplanwechsel im Dezember Anpassungen gebe, sagt Ginsig zu 20 Minuten Online. Die SBB suchten ihrerseits nach Lösungen, würden aber auch bei der internationalen Bahnorganisation vorsprechen, damit zukünftig die Wechselkurse häufiger aktualisiert werden könnten.
Preisüberwacher sieht keinen Grund für Intervention
Der Preisüberwacher hat gegen die Preispolitik der SBB nichts einzuwenden. Die Bundesbahnen würden bei den Auslandbilletten mit veralteten, aber nicht mit willkürlichen Kursen rechnen, sagt Stefan Meierhans dem «Landboten.»
Für alle Bahnreisende bietet sich bis auf Weiteres eine einfache Lösung an: Auslandbillette nicht am Schalter in der Schweiz, sondern im Internet direkt bei der ausländischen Bahn kaufen.
(am)
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Alle 45 Kommentare





























steigender eurokurs
wäre mal interessant zu sehen, wie die sbb sich verhalten würde, wenn der eurokurs steigt und die billets im ausland teurer als im inland sein würden. ob dann nachgebessert wird ? erklärung preiskonsolidierung :-)
Lösung Einheitswährung
Alle nerven sich wegen Kursverlusten und Kursgewinnen. Lächerlich: Die Lösung läge auf der Hand: Europäische Einheitswährung. Aber die will man ja nicht - sonst kann man keine Kursgewinne mehr einstreichen, was ja auch wieder ärgerlich wäre, oder? Also - nicht immer jammern und nach dem Haar in der Suppe suchen. Gewisse Preiskonstanz hat auch ihre Guten Seiten - zum Beispiel Transparenz!
Schwerfaelliges System?
Das man nicht lachen muss. Nein, das hat System und bringt viel Geld in die Kasse. Alle CH-Monopole (PT, Swiss, SBB, Zoll, usw) glauben, dass der Kunde dumm ist! Nichts als im Ausland oder via Internet einkaufen. Nur wenn die Kasse nicht mehr stimmt, werden Konsequenzen gezogen.