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Nach dem Tod einer Zweijährigen
20. Juli 2009 16:24; Akt: 20.07.2009 16:58 Print
Auf Python-Jagd in Miami
Vor zwei Wochen musste ein zweijähriges Mädchen sterben, weil ein drei Meter langer Python aus dem Käfig im Haus entwich und sich um seinen Hals wickelte. Nun haben die Behörden genug vor der wilden Amphibien-Politik.
Der US-Bundesstaat Florida führt Krieg. Sein Gegner: Der burmesische Python, eine der grössten Schlangen der Welt. Diese Spezies, die eine Länge von fast zehn Metern erreichen kann und nicht ursprünglich aus der Region stammt, hat den «Sunshine-State» in kürzester Zeit erobert. Exemplare wie jenes, das die Zweijährige erwürgte (20 Minuten Online berichtete), werden öfter in Seen oder Naturparks von Okechobee bis zu den Everglades frei gelassen, wenn ihre Besitzer sich ihrer aus Überforderung entledigen.
Diese Riesenschlange war aus ihrem Terrarium ausgebrochen und dann ins Kinderzimmer geschlichen. Der Python hat das in seinem Bett liegende Kind erwürgt. (Bild: AP Photo/Ocala Star-Banner, Bruce Ackerman)
Die Vermehrung der Schlangen geht so rasant vor sich, dass Tierorganisationen mit zirka
Nur aggressive Alligatoren werden gejagt
Nelson präsentierte vor dem Kongress eine sechs Meter lange Schlangenhaut: Ähnliche Tiere, erklärte er, frässen Rehe und Alligatoren. Doch die Alligatoren seien eine «einheimische» Spezies, von denen nur die aggressiven zur Jagd freigegeben würden.
Bei den Pythons aber sei die Situation schlimmer. Rodney Barreto, Präsident der «Florida Fish and Wildlife Commission», hatte bereits im Mai dem Innenminister Ken Salazar vorgeschlagen, Kopfgeldjäger einzusetzen, um die Invasoren aus Burma einzufangen. Aber man wolle «nicht in Wild-West-Zeiten» zurückkehren, also sei man wieder von der Idee abgekommen.
Inzwischen wurden etwa 20 Profijäger engagiert, die den Schlangen seit Donnerstag im Big Cypress Wildlife Refuge in der Gegend der Everglades nachstellen. Ausserdem lancierte man eine Kampagne, die davor warnt, solche Tiere zu importieren. Nur Naturschützer sehen die Angelegenheit etwas pessimistisch: Man werde höchstens fünf Prozent der freilebenden Tiere einfangen können, behaupten sie. Vergangenen Freitag wurde schon mal ein Exemplar gefangen – das bisher einzige.
(kle)


























