Nicola allein

17. Juli 2009 12:45; Akt: 17.07.2009 16:09 Print

Im Gepäckraum weggesperrtIm Gepäckraum weggesperrt

Es hätte ein Höhepunkt in seinem jungen Leben werden sollen. Doch Nicolas erste Reise mit dem Flugzeug wurde zum Alptraum. Die Betreuer der Swiss sperrten den 13-Jährigen am Flughafen Bologna einfach ins Gepäckabteil, schreibt der «Blick». Die Airline glaubt das nicht.

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Nicola sollte gemäss «Blick» von seiner Mutter in Zürich zu seinem Vater nach Florenz fliegen, alleine. Dafür engagierten die Eltern den Begleitservice der Swiss. Ihr Sohn wurde demnach von einer Swiss-Angestellten ins Flugzeug begleitet. In Florenz hätte ihn sein Vater in Empfang nehmen sollen.

Wegen starker Winde konnte das Flugzeug aber nicht in Florenz landen und musste nach Bologna ausweichen. Dort sei Nicola einer Betreuungsperson übergeben worden. «Die hat Nicola einfach in einen vergitterten Gepäckraum gesperrt», erzählt Nicolas Mutter. Zu Essen oder zu Trinken habe es nicht gegeben. Niemand sprach Deutsch.

Nicola habe SMS geschrieben - anrufen konnte er im Ausland nicht. Drei Stunden später konnte ihn der Vater schliesslich abholen.

Swiss: «Wir sind doch keine Monster»

Die Swiss erklärt gegenüber dem «Blick», sie habe Nicola nicht mit den andern Passagieren im Bus von Bologna nach Florenz fahren können, weil sie die Eltern nicht erreichen konnten. Das sei normal in solchen Fällen. Die Airline untersuche jedenfalls, was passiert sei. Sprecher Jean-Claude Donzel: «Dass der Bub im Gepäckraum eingesperrt wurde, glaube ich nicht. Wir sind doch keine Monster.»

(rub)