

Jeffrey Lee ist nicht an Uran interessiert. Der steigende Preis für das radioaktive Element lässt ihn kalt, obwohl es ihn zu einem unermesslich reichen Mann machen könnte. «Das ist mein Land. Es ist wunderschön und ich fürchte, jemand könnte diese Ruhe stören», sagte Lee dem australischen «Sidney Morning Herald».
Aus eben diesem Fleckchen Erde namens Koongarra, einem Teil des Kakadu-Nationalparks, will der französische Energieriese Areva
«Ich stehe unter grossem Druck», sagte Lee dem «Herald». «Aber ich habe auch Angst um meine Heimat», sagt der letzte Überlebende des Djok-Clans, dem Koongarra nun als einzigem Menschen gehört. Mittlerweile haben sich viele Aboriginal-Stämme ihr Recht auf Land vor Gericht erstritten.
Doch wo das grosse Geld lockt, werden auch die Förderbestimmungen gelockert. Im Zuge der weltweiten Verteuerung von Uran hat die australische Regierung im August 2005 wieder mehrere Gebiete zum Fördern freigegeben. Ob Koongarra also ein Paradies für Zehntausende von Pflanzen- und Tierarten bleibt, ist trotz Lees Starrsinn noch nicht entschieden.
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