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Studenten im Visier von dreisten Checkbetrügern

Wer WG-Zimmer anbietet, muss sich vorsehen: Betrüger versuchen mit einer perfiden Masche, gutgläubige Studenten auszunehmen.

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Keine neue Betrugsform

Die Betrugsmasche ist laut der Basler Staatsanwaltschaft nicht ganz neu. «Sie wurde auch schon bei Hotels mit ganzen Reisegruppen versucht», weiss Sprecher Markus Melzl. Besonders perfide: Weil die eigene Bank den eingereichten Check sofort gut schreibt und erst dann prüft, glaubt man das Geld erhalten zu haben. «Platzt der Check, wird der Betrag später wieder abgezogen», so Melzl. Er rät deshalb, die Bank zu bitten, den Check erst zu prüfen.

Vanessa Keyes nannte sich die Erasmus-Studentin, die sich per Mail auf ein WG-Zimmer-Inserat gemeldet hatte. «Sie schrieb uns, sie wolle das Zimmer für mehrere Monate mieten», so Studtentin J. S.* Dann hörte die Vermieterin nichts mehr von der angeblichen Austausch-Studentin aus London. Einen Monat später meldete sich Vanessa: Sie sei noch in Südafrika und würde sich verspäten. Sie schicke aber einen Check für die Miete.

Tatsächlich kam dann ein Check mit dem Betrag für etwa eine Jahresmiete statt bloss für drei Monate. «Kurz darauf rief der angebliche Vater von Vanessa an und erzählte, dass seine Tochter schwer krank sei», so J. S. weiter. Dieser verlangte, dass der zu viel bezahlte Betrag sofort überwiesen werde.

Die WG-Vermieter hatten Glück und wurden rechtzeitig gewarnt. Eine Bekannte, die Vanessa ebenfalls ein Zimmer vermietet hatte, hat denselben Fall erlebt und rund 5000 Franken verloren. Zudem gab es ein weiteres Indiz für einen Betrug: Das E-Mail kam aus Paris, der Check aus London und das Geld hätte nach Afrika überwiesen werden sollen. Seit rund einer Woche sind nun weitere Betrugsversuche bekannt geworden. Vanessa Keyes oder manchmal auch Keys benutzt angeblich auch das Pseudonym Gabrielle Hoffman.

Christian Degen

*Name der Red. bekannt

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