Grossbritannien

28. Oktober 2009 13:20; Akt: 28.10.2009 16:01 Print

Facebook-Mörder gab sich als 16-Jähriger ausFacebook-Mörder gab sich als 16-Jähriger aus

Die 17-jährige Ashleigh Hall aus dem britischen Darlington wollte am Sonntagabend einen angeblich 16-jährigen Freund treffen, den sie über das Community-Portal Facebook kennengelernt hatte. Stattdessen traf sie auf ihren Mörder – einen 32-jährigen verurteilten Sexualtäter.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Die Leiche der Studentin wurde am Montag auf einer Hauptstrasse gefunden. Ihrer Mutter hatte sie am Sonntagabend erzählt, sie übernachte bei einer Freundin. Das war das letzte Mal, dass sie sie lebend sehen würde.

Kurz nachdem die Polizei die Leiche der jungen Frau gefunden hatte, konnte sie unweit vom Tatort einen 32-jährigen Mann festnehmen, der auf der Liste der verurteilten Sexualstraftäter stand und es versäumt hatte – wie es das britische Gesetz verlangt – seine neue Wohnadresse anzugeben. Während die Polizisten ihn kontrollierten, gab er plötzlich zu: «Ich habe ein Mädchen getötet». Am Mittwoch wird er vor dem Richter erwartet. Ihm wird Mord und Entführung vorgeworfen.

Der Mörder lauerte im Facebook

Halls Mutter hatte am Montagmittag die Polizei kontaktiert, weil sich ihre Tochter nicht gemeldet hatte und auch nicht über ihr Handy erreichbar war. Die Recherche hatte ergeben, dass Ashleigh nicht bei einer Freundin übernachtet hatte, sondern eigentlich einen 16-jährigen Freund treffen wollte, den sie im Facebook kennen gelernt hatte.

Doch bald stellte sich heraus: Den 16-Jährigen gab es nicht und das Treffen hatte mit dem 32-jährigen Mörder stattgefunden, der mit Ashleigh unter falschem Namen befreundet war. Er habe das Mädchen umworben, berichten nun ihre Freunde in der britischen «Sun».

Chefermittler Paul Harker über den Fall: «Wir glauben, dass sich Opfer und Täter im Internet kennen gelernt haben. Ich würde alle Eltern und Kinder warnen, sich bitte, bitte, bitte, genau zu informieren, mit wem sie es zu tun haben, wenn sie online sind.»

(kle)