Hochwasser

20. November 2009 19:30; Akt: 20.11.2009 19:30 Print

Toter bei Jahrtausendregen in EnglandToter bei Jahrtausendregen in England

Regen-Rekorde haben Teile Grossbritanniens in ein Hochwasserchaos gestürzt. Städte waren überflutet, Brücken stürzten ein, Bahnverbindungen sowie die Strom- und Gasversorgung waren unterbrochen. Hunderte Menschen mussten aus ihren Häusern gerettet werden. Ein Polizist starb.

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Der 45-jährige Polizist wurde zunächst vermisst, nachdem eine Brücke am frühen Freitagmorgen unter der Wucht der Fluten zusammengebrochen war (siehe Bildstrecke). Später wurde seine Leiche gefunden. Innerhalb von 48 Stunden war in den betroffenen Gegenden in Nordengland, Schottland und Wales so viel Regen gefallen, wie sonst in einem Monat.

Besonders stark wurde die Ortschaft Cockermouth im Nordwesten Englands von dem Unwetter heimgesucht. Dort mussten sich Feuerwehrleute mit Schlauchbooten durch überflutete Strassen kämpfen.

In manchen Teilen der Ortschaft stand das Wasser 2,5 Meter hoch in den Strassen. 50 Menschen mussten mit Helikoptern in Sicherheit gebracht werden. Viele Menschen sahen das Ausmass der Katastrophe erst, als sie sich auf die Dächer ihrer überfluteten Häuser gerettet hatten.

«So etwas gab es noch nie»

Kleine Flüsse hatten sich zu reissenden Strömen entwickelt und waren weit aus ihren Flussbetten getreten. Gebäude und Autos schauten aus einer riesigen Seenplatte heraus, Strassen waren unterspült. Auch Soldaten mussten mobilisiert werden, um den bedrohten Menschen zu helfen.

Das Wasser stieg teils so schnell, dass die Menschen keine Habseligkeiten retten konnten. «So etwas gab es noch nie, das Wasser ist in jedes einzelne Haus der Hauptstrasse gedrungen», sagte Eric Nicholson aus Cockermouth.

«Es hat die Stadt verwüstet», meinte Pub-Besitzer Michael Dunn. «Es wird lange dauern, bis sich Cockermouth davon erholt.» Premierminister Gordon Brown sagte die Hilfe der Regierung zu.

Auch Tierherden wurden von den Fluten eingeschlossen. Überflutungen, gesperrte Strassen, Stromausfälle und unterbrochene Zugverbindungen wurden auch aus Teilen von Irland, Schottland und Wales gemeldet. Am Freitag hatte der Regen zwar aufgehört, für das Wochenende wurden jedoch weitere Niederschläge erwartet.

(sda)