30. August 2007 07:15; Akt: 30.08.2007 22:02 Print

«Sintflut» in Lyss: Der Tag danach«Sintflut» in Lyss: Der Tag danach

Erst das Wasser, und nun der Schlamm: Nach den sintflutartigen Regenfällen laufen die Aufräumarbeiten in Lyss auf Hochtouren. Experten schätzen die Schäden auf Dutzende von Millionen Franken.

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Abpumpen und aufräumen: Die Gemeinde Lyss im Ausnahmezustand (Bild: 20 Minuten/Alessandro Meocci) (Bild: 20 Minuten/Alessandro Meocci) (Bild: 20 Minuten/Alessandro Meocci) (Bild: 20 Minuten/Alessandro Meocci) (Bild: 20 Minuten/Alessandro Meocci) Schlammschlacht: In Lyss hat das grosse Putzen angefangen. (Bild: 20 Minuten/Alessandro Meocci) Das Haus von Kristin Moret wurde zum 3. Mal innert sechs Wochen überschwemmt. (Bild: 20 Minuten/Alessandro Meocci) Die Herrengasse in Lyss (Bild: MobileReporter) Schüpfen (Bild MobileReporter A. Gerber) Schüpfen (Bild MobileReporter A. Gerber) Lyss (Bild: MobileReporter) Bettenhausen (Bild: MobileReporter) Bollodingen (Bild: MobileReporter) Jegenstorf BE (Bild: MobileReporter) «Überschwemmung in Lyss», schreibt ein Mobile-Reporter. «Über zwei Meter Wasser» in Lyss. (Bild: Mobile-Reporter) Die Autobahn zwischen Münchenbuchsee und Biel Ausfahrt Lyss Süd ist fast nicht mehr befahrbar. (Bild: Mobile-Reporter) Überschwemmung beim Industriering Nord in Lyss. (Bild: Mobile-Reporter) Überschwemmung in Bollodingen BE. (Bild: Mobile-Reporter Christoph Hofer) So sah es 16 30 Uhr in Orpund BE aus. «Der Bach kam durch das Dorf. Normalerweise gibt es da nirgends einen Bach», schreibt Mobile-Reporter Martin aus Solothurn. Normalerweise ist der Wasserpegel des Dorfbachs in Lohn (SO) fast 2 Meter tiefer. (Bild: Mobile-Reporter Patrik Pfister) (Bild: Mobile-Reporter) (Bild: Mobile-Reporter) Nach den heftigen Regenfällen wurden aus Bächen reissende Flüsse. (Bild: Mobile-Reporter) In Dotzingen BE trat der Dorfbach über die Ufer. (Bild: Mobile-Reporter) 5-15 Zentimeter Wasser auf der Strecke Biel-Täuffelen-Ins, hier vor Mörigen, sorgten für massive Verkehrbehinderungen. (Bild: Mobile-Reporter) Bahnhof Ins zwischen Gampelen und Kerzers. (Bild: Mobile-Reporter) Boujean bei Biel. (Bild: Mobile-Reporter Alain Bélizaire) Boujean bei Biel. (Bild: Mobile-Reporter Alain Bélizaire) Boujean bei Biel. (Bild: Mobile-Reporter Alain Bélizaire) Boujean bei Biel. (Bild: Mobile-Reporter Alain Bélizaire) Boujean bei Biel. (Bild: Mobile-Reporter Alain Bélizaire) Auch in Nidau BE überflutete der Regen diese Strasse teilweise. (Bild: Mobile-Reporter) A1 bei Kirchberg. (Bild: Mobile-Reporterin Barbara Hess)

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«Jetzt reicht es uns! Das war das dritte Hochwasser innert sechs Wochen», sagt Kristin Moret. Sie hat ihre Wohnung gekündigt und zieht an einen höher gelegenen Ort in Lyss.

Vier der acht Parteien aus demselben Mehrfamilienhaus an der stark betroffenen Zeughausstrasse tun es ihr offenbar gleich und verlassen ihr Zuhause. «Wir haben das ewige Putzen einfach satt», sagt Moret.

Rund 130 Feuerwehrleute, Zivilschützer und Soldaten stehen im Dauereinsatz, um die Folgen des Unwetters zu bewältigen. Das Wasser ist zwar an den meisten Stellen bereits wieder abgeflossen, übrig bleiben allerdings unzählige überschwemmte Keller, Garagen und Unterführungen sowie tonnenweise Schlamm und Sand.

Weil Teile der Schulanlagen in der ganzen Gemeinde unter Wasser stehen, bleiben die Schulen auch heute geschlossen. Viele Liegenschaften waren bis gestern Abend noch immer ohne Elektrizität.

«Die Schäden sind viel grösser als bei den zwei bisherigen Überschwemmungen in diesem Jahr», sagt Gerhard Burri, Regierungsstatthalter des Amts Aarberg. Er schätzt sie auf Dutzende von Millionen Franken.

Alessandro Meocci