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Zürich
17. April 2011 21:57; Akt: 18.04.2011 09:02 Print
«Invasion von westlichen Sitten»
von Désirée Pomper - Die Kuoni-Tochter Pink Cloud bietet Schwulen und Lesben Reisen in muslimische Länder an – und sorgt damit für heftige Kritik bei Schweizer Muslimen.

Homosexualität ist in islamischen Ländern tabuisiert. Foto: pink cloud
Die Zeiten, in denen Homosexuelle ihre Ferien nur in Ibiza, Mykonos und Gran Canaria verbrachten, sind vorbei. Der auf Homo-Reisen spezialisierte Reiseanbieter Pink Cloud hat für seine Kundschaft nun auch islamische Länder erschlossen – obwohl Homosexualität dort strafbar oder tabuisiert ist. Neben Strandferien auf den Malediven und in der Südtürkei – wo sogar Gay Beaches zur Verfügung stehen – sind auch Rundreisen durch Indonesien und Marokko buchbar. «Viele Schwule und Lesben haben Angst, in muslimische Länder zu reisen, und lassen sich so wunderbare Begegnungen entgehen», sagt Geschäftsführer Raymond Fuhrer. Dabei seien solche Reisen kein Problem, sofern man «nicht Händchen haltend durch Basare schlendert und sich Intimitäten fürs Zimmer aufspart». Ausserdem sei «Gay-freundliche» Bedienung garantiert: «Das Hotelpersonal, Guides und Fahrer sind speziell geschult. Unangenehme Fragen über Ehepartner und Kinder fallen weg», sagt Fuhrer.
Hisham Maizar. (Foto: Keystone)
Doch nicht alle finden die Vorstellung reisender Homo-Pärchen in islamischen Ländern gut. «Wegen mangelnder Aufklärung könnten sich die Einheimischen vor den Kopf gestossen fühlen, was zu Aggressionen führen könnte. Das ist eine geistige Invasion von vornehmlich westlichen Sitten, die in muslimischen Ländern abgelehnt wird», sagt Hisham Maizar, der Präsident der Schweizer Föderation muslimischer Dachorganisationen. Selbst wenn sich die Gay-Touristen diskret verhielten – «es gibt sicher genügend andere schöne Orte, wo diese Leute ihre Ferien verbringen können», sagt Maizar. Uwe Splittdorf von Pink Cross sieht das anders: «Es ist gut, dass wir die Welt bereisen und uns nicht verstecken. Schliesslich haben wir auch den einheimischen Homosexuellen gegenüber eine wichtige Vorbildfunktion.»
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Alle 57 Kommentare






























und alle kopftuch frauen wo hier sind?
die muslimen sollten doch wir "westis" akzeptieren, mit alle unsere "sitten"... wir müssen doch mit damit leben, wie sie hier leben, kopftüchfrauen, ihre schulen und usw... also... leb damit dass in ihre heimat auch anders geht...
Anpassung tut überall Not!
Hierzulande wird laut geschrieen, dass Migranten sich unseren Sitten und Gebräuchen gefälligst anzupassen haben, oder sonst wieder gehen sollen! Sind es gerade diese "Schreier", die noch nicht mal imstande sind, die Sitten eines anderen Landes für nur gerade 2 - 3 Wochen zu respektieren???
Eigentlich schon toll, dass ...
die persönliche Meinung von Hr. H. Maizar mit derjenigen der Schweizer Muslime gleichgesetzt wird. Ist das vielleicht Anschauungsunterricht, wie innerhalb dieser Religion Meinungen gebildet werden ?