Treibjagd

13. Oktober 2008 22:07; Akt: 13.10.2008 20:08 Print

Japanische Fischer stechen tausende Delfine abJapanische Fischer stechen tausende Delfine ab

Japanische Fischer töten vor ihrer Küste derzeit erneut Tausende von Delfinen. Jährlich fallen zwischen 16 000 und 20  000 Tiere den Schlächtern zum Opfer.

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In der Walfangstadt Taiji, rund 700 Kilometer südlich von Tokio, werden in einer Lagune einzelne besonders schöne Delfine im Auftrag von Aquarien und Delfinarien aus aller Welt ausgesucht und teuer verkauft. Der Rest der Tiere wird in einer abgeschirmten Nachbarbucht abgestochen.

Tierschützer schlagen jetzt Alarm: Die boomende Delfinariums-Industrie biete erst den finanziellen Anreiz, um die brutale Treibjagd in Gang zu halten, sagte Delfinschützer Richard O’Barry gestern in Tokio. Er forderte den Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) mit Sitz in Bern auf, die Mitgliedsorganisationen zu beaufsichtigen und daran zu hindern, sich am Handel mit den bei der grausamen Treibjagd in Taiji gefangenen Tieren zu beteiligen. Ohne diese Nachfrage käme die Jagd zum Erliegen.

WAZA gab darauf bekannt, dass er sich mit der Thematik befasse. Sie sei Gegenstand der WAZA-Jahreskonferenz, die nächste Woche in Australien stattfinden wird.