Lausanne

28. September 2009 18:42; Akt: 28.09.2009 18:45 Print

Archivbrand unter KontrolleArchivbrand unter Kontrolle

Vier Tage nach dem Ausbruch hat die Feuerwehr am Montag den Brand in einem Archiv in der Stadt Lausanne unter Kontrolle gebracht. Mehrere Feuer loderten aber weiter.

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Mehr als 90 Stunden nach dem Ausbruch sei das Feuer unter Kontrolle, erklärte der Kommandant der Lausanner Feuerwehr, Jean-Luc Berney, an einer Medienkonferenz. Er hoffe, dass das Feuer bis zum Dienstagabend vollständig eingedämmt sei. Die Bedingungen sind sehr schwierig. Die Einsatzkräfte, von denen auch am Montag 180 an der Arbeit waren, seien entkräftet, erklärte der Kommandant. Sie arbeiteten mit Sauerstoffflaschen und in hüfthohem Wasser. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist aber niemand verletzt worden. Insgesamt wurden mehr als 750 Personen nach dem Einsatz medizinisch untersucht.

Das Risiko eines Einsturzes besteht weiter. Mehrere Böden haben sich auf Grund der grossen Hitze verformt. Das Gebäude ist beinahe zerstört. Ausserdem verhindert zur Zeit austretendes Kohlenmonoxid das Vordringen zu einem bestimmten Bereich.

Rückzug der Armee

Die Armee hat sich am Montag nach rund 48-stündigem Einsatz wieder zurückgezogen. 45 Angehörige des Katastrophenhilfe-Bereitschaftsverbandes hatten auf Gesuch der Waadtländer Behörden die Feuerwehr über das Wochenende unterstützt. Sie bauten namentlich zwei zirka 1,4 Kilometer lange Wasserleitungen vom Genfersee zum Brandplatz auf und betrieben diese, wie die Armee mitteilte.

Das Feuer im zweiten Untergeschoss des Industriegebäudes war am vergangenen Donnerstagnachmittag aus unbekannter Ursache ausgebrochen. In dem rund 4600 Quadratmeter grossen Raum wurden rund 3000 Kubikmeter Archivmaterial - vornehmlich von Waadtländer Industriebetrieben - gelagert. Mehr als 200 Feuerwehrleute und Polizisten standen am Wochenende im Einsatz, rund 100 waren andauernd vor Ort.

(dapd)