Samichlaus muss abspecken

Santa Claus ist zu dick. Das finden britische Supermarktbetreiber, die einen schlankeren Weihnachtsmann als Vorbild für die Kinder verlangen.

Die Supermarktbetreiber in Grossbritannien ziehen an der Alarmglocke: Der Weihnachtsmann soll abnehmen, denn er stellt mit seinem dicken, runden, roten Bauch ein schlechtes Vorbild für die Kinder dar. Die werden nämlich auch in Grossbritannien jedes Jahr dicker. Gegen das Jahr 2050 soll die Hälfte der Briten fettleibig sein, verkündete erst letzten Monat eine Studie.

So sähe ein Santa mit einem idealen BMI von 25 aus...

Schon letztes Jahr hatte der Pharma-Riese Sanofi-Aventis 40 Santas vermessen, die in schottischen Warenhäusern Weihnachtsdienst schoben. Das Resultat - wen wunderts - war eindeutig: Alle Santas wiesen einen stattlichen Bauchumfang auf, durchschnittlich 120 cm, in Edinburg sogar 130 cm. Diagnose: Fettsucht.
Das gilt auch ganz allgemein für das traditionelle Bild des Weihnachtsmannes. Nimmt man eine Durchschnittsgrösse von 170 cm und ein mittleres Gewicht von 100 kg an, hat der gute Santa einen Body-Mass-Index von 35. Ab einem Wert von 30 spricht man von Adipositas, zu deutsch: Fettleibigkeit.

Trainigslager für den Santa

Ein Supermarkt in Kent will den Weihnachtsmann sogar in ein Trainingslager schicken, damit er dort abnimmt. «Der Weihnachtsmann läuft hier schon seit Jahren herum, aber unsere Gesellschaft verändert sich und der Weihnachtsmann muss sich mit entwickeln», meinte eine Sprecherin des Warenhauses. «Mit dem Trainingslager vesuchen wir den Weihnachtsmann in Form zu bringen, damit er wieder ein Vorbild für die Kinder sein kann. Er wird immer noch der nette Mann sein, aber fitter und gesünder.»

Dr. Charmaine Griffiths, Sprecherin der Britischen Herzstiftung, findet das eine prima Idee. «Wenn wir alle dem Vorbild des Weihnachtsmanns folgen würden, wären wir um Weihnachten herum ein Stück gesünder.»