Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
12. März 2008 09:04; Akt: 13.03.2008 12:35 Print
Delfin «Moko» rettet Walen das Leben
Ein Delfin ist in Neuseeland durch eine Wal-Rettung zum Helden geworden. Moko, ein Grosser Tümmler, schwamm zu zwei gestrandeten Zwergpottwalen am Strand von Mahia, «kommunizierte» mit ihnen und geleitete sie aufs Meer hinaus.
«Ich habe noch nie von so etwas gehört, es war erstaunlich», sagte der zuständige Umweltschutzbeamte Malcolm Smith am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Moko, ein Weibchen, ist in Mahia eine alte Bekannte, da sie oft mit den Badenden in den Wellen spielt. Wie die Rettungsaktion der gestrandeten Wale zustandekam, ist den Umweltschützern jedoch ein Rätsel.
Smith war am Montagmorgen alarmiert worden, weil eine drei Meter lange Zwergpottwalkuh und ihr 1,5 Meter langes Kalb gestrandet waren. Die Tiere hatten offenbar wegen einer Sandbank die Orientierung verloren.
Rettung für Menschen schwierig
«Anderthalb Stunden lang schob ich sie mehrmals wieder in Richtung Meer, aber sie wollten sich nicht vom Strand fortbewegen», berichtete der Umweltschutzbeamte. «Mir wurde langsam sehr kalt, nass war ich auch, und die Wale wurden immer müder.
Ich war schon soweit zu denken, ich muss aufgeben, ich habe getan, wass ich konnte», berichtete Smith. In solchen Situationen werden Wale oft eingeschläfert, um ihrem Leiden ein Ende zu machen.
Kommunikation zwischen Walen und Delfin
Doch diesmal kam es anders. Moko tauchte auf, und Smith hörte Geräusche, die der Delfin und die Wale machten. «Die Wale nahmen Kontakt zu dem Delfin auf, und Moko begleitete sie praktisch 200 Meter weit an der Sandbank entlang.
Dort mussten sie eine 90-Grad-Wendung machen und durch eine ziemlich schmale Stelle schwimmen. So brachte der Delfin die Wale aufs offene Meer», sagte Smith. Er habe die Wale seither nicht mehr gesichtet und gehe deshalb davon aus, dass sie wohlauf und in Sicherheit seien.
Delfin ist Star
Damit ist Moko endgültig ein Star. Der zutrauliche Delfin nähert sich gerne Booten, um getätschelt zu werden und schiebt Kajaks mit ihrer Schnauze vor sich her.
In Mahia stranden jährlich rund dreissig Wale, die meistens eingeschläfert werden müssen. «Ich weiss nicht, ob wir sie beim nächsten gestrandeten Wal vielleicht rufen können», sagte Smith. «Diesmal hat sie uns jedenfalls gerettet.»
Moko - November 2007
(sda)

























