23. November 2006 14:23; Akt: 23.11.2006 14:25 Print

Amokläufer verschickte TodesdrohungenAmokläufer verschickte Todesdrohungen

Am Vorabend seines Amoklaufs drehte Bastian B. ein letztes Video. Bevor er sich am Morgen die Rohrbomben umlegte, schickte er es an seine Freunde. Er führte auch eine Liste mit Todeskandidaten, die sterben sollten.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

«Ist bei Ihnen alles in Ordnung?» fragte die Polizei Fabian T. (18). Der Schüler bekam den Anruf der Polizei einen Tag nach dem Amoklauf Bastian B.'s und wunderte sich über die Frage - schliesslich war er während des Amoklaufs nicht verletzt worden. Die Polizei forderte ihn dazu auf, unter seinem Auto nachzuschauen, ob da etwas liege oder es nach Benzin rieche.

Die Polizei fand eine Liste mit «primären Personenzielen», die der Amokläufer zuvor angelegt hatte. Darauf waren laut «Bild» 14 Todeskandidaten, die an dem Tag sterben sollten. Deshalb vermutete die Polizei, dass Bastian B. bei seinen Feinden Bomben platziert hatte. Der Schüler zeigt sich perplex: «Wir waren keine Freunde, aber auch keine Feinde. Ich weiss nicht, warum er mich auf einmal gehasst hat!»

«Abschiedsvideo» gedreht

Wie «Spiegel online» berichtet, soll B. am Vorabend der Tat auch ein letztes Video in der Wohnung seiner Eltern gedreht haben. Darin erklärte er sich seinen Freunden: «Ich habe angefangen, das Massaker an der Geschwister-Scholl-Schule zu planen. Ich will alle töten, weil sie in mein Leben eingegriffen haben. Das Leben war schön, bis ich in die Schule kam».

(dapd)