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Walsterben geht weiter
23. März 2009 07:00; Akt: 23.03.2009 16:57 Print
80 Wale und Delfine verenden kläglich
Hundert Wissenschaftler und freiwillige Helfer haben am Montag in Australien verzweifelt um das Leben einer Gruppe gestrandeter Wale gekämpft.
Von den 80 Grindwalen und Tümmlern, die sich ins flache Wasser an der australischen Westküste verirrt hatten, waren am Vormittag noch 17 am Leben, wie das Umweltamt mitteilte. Nur wenn sie die Nacht überstehen, können sie mit Spezialfahrzeugen in Sicherheit gebracht werden.
Die gestrandeten Meeressäuger wurden in der Hamelin-Bucht südlich der Stadt Perth entdeckt. Als sie gefunden wurden, waren ursprünglich noch 25 am Leben. Die Helfer hatten den Plan, die weit verstreut liegenden Wale zu sammeln und über Nacht in der Bucht zu halten.
Am Dienstag sollten sie dann mit Lastwagen nach Flinders Bay gebracht und dort freigelassen werden, sagte ein Sprecher. Flinders Bay sei weit genug vom Ort der Strandung entfernt, um sicherzustellen, dass die Wale nicht noch einmal dorthin schwimmen würden.
Ursprünglich hatten die Behörden die gestrandeten Tiere als Schwertwale beschrieben. Auch Delfine hatten sich gemeinsam mit den Walen ins seichte Wasser verirrt, fanden aber den Weg zurück ins Meer selber.
In den vergangenen vier Monaten sind im Süden Australiens und auf der Insel Tasmanien mehr als 400 Wale gestrandet. Anfang März schleppten Tierschützer an der Küste von King Island 54 gestrandete Grindwale zurück ins Wasser, für fast 150 Tiere kam jede Hilfe zu spät.
Warum es die Meeressäuger immer wieder zu den Stränden zieht, wo sie oft kläglich verenden, hat die Wissenschaft noch nicht klären können. Mitunter wird der unter Wasser laute Schiffsverkehr dafür verantwortlich gemacht, dass die Wale sich verirren.

(dapd)


























