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Amateur-Pornografie
02. September 2010 12:33; Akt: 02.09.2010 13:30 Print
50 000 Dollar für die Tilgung einer Sünde
von Ronny Nicolussi - Vor Jahren spielte Nina in einem Porno mit. Seither stand das Video einem Neuanfang stets im Weg. Der Produzent weigert sich, es vom Netz zu nehmen.

«Niemand wollte mehr etwas mit mir zu tun haben», erzählt Reality-Porno-Darstellerin Nina.
Nina* ist 25 Jahre alt. Sie arbeitet im Milieu, würde aber gerne aussteigen. Das gehe aber nicht, sagt Nina, nicht solange es im Internet diesen Film gebe. Ein Film, für dessen Nichtexistenz sie Geld bezahlen würde, viel Geld. Produziert wurde er von Christian Gerig. Der 37-jährige Urner geriet jüngst in die Schlagzeilen, weil in einem seiner Filme ein mutmassliches Opfer des Zürcher Zuhälter-Prozesses zu sehen war.
Möchte aus dem Milieu aussteigen: Reality-Porno-Darstellerin Nina*
Der Urner Pornoproduzent
Nach einer Lehre zum Zimmermann versuchte Christian Gerig (37) in verschiedenen Branchen erfolglos Fuss zu fassen. Mit seiner e-anzeiger GmbH meldete er Konkurs an. Immer wieder arbeitete er auch in der Erotikbranche. Schliesslich begann er nach einer amerikanischen Vorlage Reality-Pornos in einem Bus zu drehen. Für die Finanzierung des Projekts gewann er ausländische Investoren.
Durch einen Zeitungsartikel wurde seine Internetseite schweizweit bekannt und Gerig laut eigenen Angaben vermögend. Ende 2007 drehte er seinen letzten Film im Sex-Bus. «Im Endeffekt ist das ein Tubeli-Business. Da kriegen Sie graue Haare», sagt er heute zur Begründung für seinen Ausstieg. Die Videos werden derweil weiter für zwölf Franken zum Herunterladen angeboten.
Auch drei Jahre danach sei die Nachfrage so gross, dass er sich überlege, 2011 trotzdem wieder Porno-Filme zu drehen. Im Kanton Uri ist Gerig ein bekanntes Gesicht. Trotz seiner Vergangenheit könne er sich dort aber als ganz normaler Mensch bewegen, sagt er. Seit drei Jahren versucht er mit Uri.tv eine Videoplattform für seinen Heimatkanton aufzubauen. Ursprünglich rechnete Gerig mit Werbeeinnahmen von 20 000 Franken pro Monat. Bisher musste er jedoch ohne Werbung auskommen. Das mache jedoch nichts, sagt Gerig, er sei finanziell unabhängig und könne von seinem Vermögen leben.
Als Nina auf 20 Minuten Online einen Bericht zum Thema las, lief es ihr kalt den Rücken herunter. Sie ist überzeugt: «So wie mir geht es vielen Frauen, die in diesen Filmen mitgespielt haben.» Jedes Mal, wenn die Internetseite ins Gespräch komme, auf der Gerig seine Videos anbiete, müssten sie Angst haben, von Leuten erkannt zu werden, die von den Videos noch nichts wussten.
Dabei fing alles in einem sehr kleinen Rahmen an. Nina meldete sich vor fünf Jahren bei Gerig auf ein Inserat im «Baslerstab». Nach einem Treffen in Basel vereinbarten sie einen Drehtermin. Als Drehort schlug Nina einen Reitstall vor, von dem aus sie damals Pferde ausritt. «Ich habe es wegen des Geldes gemacht und dachte, es wäre eine tolle Lebenserfahrung», resümiert sie heute. Bereits vor dem Film machte Nina erotische Massagen. «Ich fand das nicht so schlimm. Mein Freund wusste davon und akzeptierte das.» Vom Film erzählte sie ihrem Freund indessen nichts.
Nach fünf Jahren immer noch online
Gerig zahlte ihr für den Dreh wie vereinbart 2000 Franken. Eine Vertragskopie habe sie hingegen nicht erhalten, erzählt Nina: «Er sagte mir, er würde jede Woche einen neuen Film drehen. Dadurch rutsche mein Film immer weiter nach hinten, bis er schliesslich nach rund zwei Jahren nicht mehr im Netz sein werde.» Nach fünf Jahren kann der Film jedoch weiterhin heruntergeladen werden.
In den ersten Monaten nach dem Dreh blieb für Nina alles wie immer. Sie war unter den ersten, die für Gerigs Pornobus-Projekt vor der Linse standen. Damals kannte die einschlägige Webseite, auf denen die Filme publiziert wurden, noch niemand. Dann griff der «Blick» die Geschichte auf und titelte: «Mein Hobby: Pornostar.» Auf einer Doppelseite wurde Gerigs Projekt vorgestellt – mit Konsequenzen für die Darstellerinnen und Darsteller, die daraufhin von einer breiten Öffentlichkeit beim Sex im Bus erkannt wurden. Eine 19-Jährige aus einem kleinen Dorf im Aargau musste wegen der ungewollten Publizität psychologisch betreut werden. Dennoch weigerte sich Gerig, den Film von seiner Seite zu nehmen.
Nina traf es ebenfalls schwer. «Infolge des Berichts wollte niemand mehr etwas mit mir zu tun haben.» Für die damals 20-Jährige brach eine Welt zusammen. «Ich habe Christian angerufen und ihm angeboten, die 2000 Franken zurückzuzahlen, wenn er den Film vom Netz nimmt. Er sagte jedoch, er brauche dafür
Absturz in die Prostitution
Da auch ihr Freund sie aufgrund des Films verliess und sie mittlerweile einen gewissen Ruf genoss, fand Nina schliesslich, jetzt könne sie gleich alles anbieten. Sie stürzte sich in die Prostitution und begann auch im Ausland professionell Pornofilme zu drehen. Sie hoffte, dass Gerigs Film nach zwei Jahren aus dem Netz verschwinden würde und sie dann wieder ein normales Leben führen könnte. Doch das stellte sich als Trugschluss heraus. Vor einem Jahr versuchte sie den Produzenten erneut dazu zu bewegen, den Film vom Netz zu nehmen. Ohne Erfolg.
Gerig sagt auf Anfrage von 20 Minuten Online, er habe niemals jemandem gesagt, ein Film werde aus dem Internet verschwinden. Im Gegenteil: «Ich habe allen immer offengelegt, dass sie, wenn sie einmal im Internet sind, bis an ihr Lebensende im Netz sein werden und dass auch ihre Grossmütter das sehen könnten.» Die Darstellerinnen hätten dann immer gefunden, sie seien volljährig und machten, was sie wollten. Probleme gab es stets erst im Nachhinein. Mit Verträgen habe es indessen nie Probleme gegeben. Viele Darsteller hätten gar keinen Vertrag gewollt. «Nina haben wir aber im Nachhinein bestimmt einen Vertrag zugeschickt», ist Gerig überzeugt.
Dass für gewisse Menschen durch die Videos eine Welt zusammengebrochen ist, kann der Urner nicht verstehen: «Die Frauen sind 18, geimpft, entwurmt. Wenn man ins Sexbusiness einsteigen will, braucht man eine dicke Haut.» Die Filme vom Netz zu nehmen sei daher für ihn kein Thema, schliesslich sei das Teil seines Geschäfts. Ausserdem gebe es bereits auf Tausenden von Tauschbörsen Kopien der Filme. «Auch wenn ich einen Film von meiner Seite nehme, ist er im Internet weiterhin zu finden», so der Pornoproduzent.
Geldgeber forderten Entschädigung
Der 37-Jährige gibt zu, dass er für die Tilgung von Ninas Film
* Name von der Redaktion geändert
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Alle 62 Kommentare





























was soll man dazu sagen...
Anscheinend hat Herr Gerig ziemliche Geldprobleme,wieso sollte er sonst auf soviel Geld bestehen?Wieso muss man überhaupt noch darüber diskutieren?Darf man keine Fehler mehr machen?Darf man seine Meinung nicht mehr ändern?Wie könnt ihr es wagen,auf der Seite von Gerig zu sein?Würde mich ja interessieren,wie ihr über Nacktbilder von euch,im Internet reagieren würdet.Auch wenn man einmal zu gestimmt hat,kann man nie wissen ob man in einigen Jahren immernoch derselben Meinung ist.Oder könnt ihr das?????
plöd...
Will den film nicht mehr online sehen, daher geht sie ins pornobusines Gute werbung für wohl eine erfolglose dame.
alles kleine möchtegern-Pimps hier..
Die notgeilen Glüstler hier können sich schon alles so hindrehen, dass sie nicht über ihre kranke einstellung zur sexualität nachdenken müssen... naive junge mädchen, die auf das schnelle geld aus sind und es nacher bereuen, wird es immer geben. Das Problem ist, das die nachfrage nach solchen kranken videos da ist... ob im bus, als nonne oder mit tieren... heute alles normal... es ist tragisch und manchmal schäme ich mich, ein mann zu sein...