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16. Februar 2010 23:08; Akt: 17.02.2010 07:24 Print

Auch Schweizer kauften bei TierquälerAuch Schweizer kauften bei Tierquäler

von Gabi Schwegler - Die Tierschutzorganisation Peta deckte bei einem US-Grosstierhändler massive Tierquälerei auf. Auch drei Schweizer Firmen haben bei ihm eingekauft, wie Peta nun enthüllt.

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Erschütternde Bilder: Die Tierschutzorganisation deckte bei einem US-amerikanischen Grosshändler massive Tierquälerei auf.

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Dutzende Frösche in einer Getränkeflasche und sterbende Eichhörnchen im Tiefkühler: Was ein Mitarbeiter der Tierschutzorganisation Peta beim texanischen Grosstierhändler U.S. Global Exotics (USGE) sah, erschüttert nicht nur Tierfreunde. Der Peta-Aktivist recherchierte 2009 während Monaten und informierte Ende Jahr die Behörden der Stadt Arlington.

Auch drei Schweizer Importeure haben bei der Skandalfirma eingekauft – unter ihnen der Grosshändler Michel Guillod, der 2008 über 7000 Tiere bei USGE kaufte: «Wenn ich von den Problemen gewusst hätte, hätte ich nie da bestellt.» Die gelieferten Tiere seien aber in gutem Zustand gewesen. «Nur einmal sind 10 von 20 Giftpfeilfröschen beim Transport gestorben.» Reptilienhändler Martin Weber war im Dezember 2008 selbst vor Ort, um sich die Tiere vor dem Kauf anzusehen: «Ich traf auf eine vorbildliche Tierhaltung. In meinen Augen sind die Peta-Bilder krasse Ausnahmen.» USGE habe sicher kleinere Probleme mit kranken Tieren gehabt, aber dagegen sei kein Tierhalter gefeit. Bloss: Nachdem Peta die Zustände öffentlich gemacht hatte, haben die Behörden den Betrieb geschlossen und über 26 000 Tiere in ihre Obhut genommen.

Der Schweizer Tierschutz STS möchte diese Art von Tierhandel grundsätzlich verbieten: «Der transatlantische Handel wie mit USGE ist die schlimmste Form und muss dringend verboten werden, weil sehr viele Tiere auf dem Transport sterben», sagt Zoologe Peter Schlup.