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U-Boot-Crash
16. Februar 2009 11:03; Akt: 16.02.2009 15:04 Print
Beinahe-Katastrophe unter Wasser
Bei schwerer See sind die britische «HMS Vanguard» und die französische «Le Triomphant» offenbar Anfang Februar mitten im Atlantik zusammengestossen. Die beiden Atom-U-Boote sind schwer beschädigt; beide hatten nukleare Sprengköpfe geladen.

Links «HMS Vanguard» und rechts «Le Triomphant». (Bild: AFP)
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Atommächte
Im Atlantik sind Anfang Februar ein britisches und ein französisches Atom-U-Boot zusammengestossen. Der brisante Vorfall - beide waren mit Atomsprengköpfen bestückt - wurde erst nach Medienberichten vom Montag offiziell bestätigt.
«Le Triomphant»: 16 Interkontinentalraketen an Bord
Die Triomphant-Klasse
ist die modernste U-Boot-Schiffsklasse der französischen Marine. Das erste Boot der Klasse, die «Triomphant», wurde im März 1997 in Dienst gestellt. Die strategischen Atom-U-Boote sind mit 16 Interkontinentalraketen vom Typ M 45, die jeweils sechs nukleare Mehrfachsprengköpfe tragen, bewaffnet.
Die Vanguard-Klasse
der Royal Navy wurde 1993 in Dienst gestellt und ist mit modernen Trident-D5-Atomraketen ausgestattet (maximal 16 pro Boot). Die Atom-U-Boote dieser Klasse sind die grössten U-Boote ausserhalb der russischen und der US-Flotte.
Die britische und französische Marine verfügen jeweils über vier Atom-U-Boote.
(Quelle: Wikipedia.org)
Keine Radioaktivität ausgetreten
Die beiden U-Boote hätten nur kurzen Kontakt bei sehr geringer Geschwindigkeit gehabt, hiess es in einer Erklärung des französischen Verteidigungsministeriums. Es habe weder Verletzte gegeben noch sei es zu grösseren Schäden gekommen. Ein britischer Regierungsbeamter sagte, es sei keine Radioaktivität ausgetreten.
Bei den Atom-U-Booten handelt es sich um das britische Kriegschiff «HMS Vanguard» und das französische Schiff «Le Triomphant». Über den Grund des Unfalls gab es weiterhin keine offiziellen Angaben. Möglicherweise habe bei beiden U-Booten modernste Technologie versagt, die zur Aufspürung von anderen U-Booten eingesetzt wird, mutmasst die «Daily Mail». Die Wahrscheinlichkeit, dass beide U-Boote zeitgleich an der gleichen Stelle im Atlantik navigierten, habe lediglich 1 zu einer Million betragen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Kreise der britischen Navy.
Die beiden U-Boote seien auf Routinepatrouillen im Atlantik unterwegs gewesen, hiess es aus Paris. «Le Triomphant» habe danach wie vorgesehen in seinen Heimathafen, Brest in der Bretagne, zurückkehren können. «HMS Vanguard» wies laut einem Bericht der britischen Zeitung «Sun» Beulen auf, als es am Sonntagabend im schottischen Faslane-On-Clyde anlegte.
Atomgegner alarmiert
Die «Sun» deckte die Kollision am Montag auf. Demnach ereignete sich der Zusammenstoss bereits am 3. oder 4. Februar. Das französische Verteidigungsministerium hatte bislang lediglich am 6. Februar mitgeteilt, «Le Triomphant» sei auf einer Patrouille von einem «untergetauchten Objekt» getroffen worden, «vermutlich von einem Container». Dabei sei die Sonar-Kuppel des U-Boots beschädigt worden.
Britische Regierungsmitarbeiter wurden von der «Sun» ohne Namensnennung mit den Worten zitiert, es habe kein Risiko einer Atomexplosion bestanden. «Allerdings bestand das Risiko eines Lecks für Radioaktivität. Schlimmer noch, wir hätten die Besatzung und die Atomsprengköpfe verlieren können. Das wäre eine nationale Katastrophe gewesen.»
Der Sprecher der französischen Organisation Sortir du nucléaire (Atomausstieg), Stéphane Lhomme, sprach von einem Alarmsignal. «Der Zusammenstoss macht deutlich, dass es zu jedem Zeitpunkt zu einer neuen Katastrophe mit Atom-U-Booten kommen kann.»
(ap/dhr)

























