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Rennen mit der Zeit
19. Februar 2009 14:39; Akt: 19.02.2009 15:00 Print
Delfin-Drama im Eis
Fünf Delfine sind nun seit mehreren Tagen von Eisschollen in Neufundlands Robbenbucht vom Atlantischen Ozean abgeschnitten. Seit vier Tagen schwimmen die 2,4 Meter langen Tiere in einer stetig zufrierenden Wasserlache im Kreis. Die Tiere sind erschöpft und werden in diesem Zustand nicht mehr lange überleben.

(Bild: Keystone/AP/Nor\'wester-Pam Snow)
Die zwischen den treibenden Eisschollen gefangenen Delfine schwimmen ständig im Kreis, um wenigstens den kleinen noch nicht gefrorenen Wasserraum offen zu halten. Die ganze Robbenbucht im kanadischen Neufundland scheint zugefroren und nimmt den Delfinen jegliche Hoffnung auf einen Weg, der ins offene Meer zurückführt.
Die Delfine können und werden keine langen Strecken unter dem Eis durchtauchen, weil sie regelmässig an die Oberfläche kommen müssen, um Luft zu holen. Sie würden bei dem Tauchversuch unter der Eisdecke ersticken, weiss Wayne Ledwell von der auf Wal- und Delfinrettung spezialisierten Organisation «Whale Release and Strandings Group».
Rettungsmassnahmen
Der Bürgermeister Winston May hat nun das Fischereidepartement Kanadas gebeten, einen Kanal ins Eis zu brechen, sodass die Tiere wieder in den atlantischen Ozean gelangen können. «Die Delfine werden nicht mehr lang überleben. Man hört ihre Schreie die ganze Nacht», erklärt May gegenüber der Herald Tribune.
Die Delfine sind regelmässige Besucher der Gewässer um Neufundlands Robbenbucht, welche ungefähr 643 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt St. John liegt.
(ker)


























