Polizisten streiken

10. Februar 2012 16:28; Akt: 10.02.2012 16:43 Print

Der Karneval in Rio ist in GefahrDer Karneval in Rio ist in Gefahr

Die bunteste und fröhlichste Fasnacht der Welt steht auf der Kippe. Brasiliens Polizisten verlangen mehr Lohn und streiken deshalb. Ausgerechnet kurz vor dem Auftakt zum Karneval in Rio de Janeiro.

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Der Karneval in Rio begeistert die Massen immer wieder aufs Neue. Im Sambadrom zeigen die Sambaschulen was sie können. Im Bild: «Grande Rio». Mitglieder der Samba-Schule Beija-Flor feiern am 9. Februar, nachdem sie für den besten Auftritt am Karneval von 2011 geehrt wurden. Ein Feuerwehrwann kühlt die begeisterten Anhänger ab. Und so präsentierte sich Beija-Flor beim Umzug. Der Wagen vor dem Auftritt im Atelier. Eine Tänzerin von Beija-Flor. Auch dieser Wagen gehört zu Beija-Flor. Die Performance der Schule «Grande Rio». Die Sambaschule «Uniao da Ilha» fährt grosses Geschütz auf. «Uniao da Ilha» «Mocidade Independente» «Mocidade Independiente» «Grande Rio» «Grande Rio» «Grande Rio» «Mocidade Independiente» «Mocidade Independiente» «Mocidade Independiente» «Salgueiro» «Salgueiro» «Salgueiro» «Salgueiro» «Uniao da Ilha» «Salgueiro» «Salgueiro» «Salgueiro» «Salgueiro» «Salgueiro» «Salgueiro» «Mocidade Independente» Natürlich dürfen auch die Promis nicht fehlen. Besonders präsent: Fussballstar Ronaldinho. Er ist natürlich nicht alleine ... Seine Freunde feiern mit ihm. Mit dabei ist auch ... ... Model Gisele Bündchen und ... ... Starlet Pamela Anderson. Aber die wirklichen Stars bleiben ... ... die Sambatänzerinnen und Sambatänzer von Rio ... «Portela» «Imperatriz Leopoldinense» «Imperatriz Leopoldinense» «Imperatriz Leopoldinense» Das Publikum ist begeistert von der Darbietung der Schule «Imperatriz Leopoldinense». «Portela» «Portela» «Portela»

So bunt war der Karneval in Rio im letzten Jahr.

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Ein Streik von Polizei und Feuerwehr bedroht das weltberühmte Karnevalsfest in Rio de Janeiro. Kurz vor dem Auftakt des Spektakels traten am Freitag Polizisten der Region in den Streik. Damit wollen sie ihrer Forderung nach deutlich besserer Bezahlung Nachdruck verleihen.

Mit dem Arbeitsboykott der Gesetzeshüter steht der geregelte Ablauf oder gar die Durchführung des am 17. Februar beginnenden Karnevals auf der Kippe. Jedes Jahr kommen rund 800 000 Touristen in die Metropole, das bunte Treiben spült rund 500 Millionen Dollar in die Kassen.

Sorge vor erhöhter Kriminalität

Der Feuerwehrmann Laercio Soares sagte am Donnerstagabend jedoch, es werde keine Zivilpolizei und keine Militärpolizei auf den Strassen geben. Demnach wollten die Beamten nur ausrücken, falls Menschenleben in Gefahr sind.

Ein Mitarbeiter der Sicherheitskräfte rief die Menschen in Rio auf, am Freitag nicht auf die Strassen zu gehen, die Kinder nicht zur Schule zu schicken und die Geschäfte geschlossen zu lassen. Durch den Streik könnte die Kriminalitätsrate kurzfristig ansteigen.

Lohn soll verdoppelt werden

Die Polizisten des Staates Rio hatten am Donnerstagabend für den Streik votiert. Sie lehnten ein Angebot des Regionalparlaments ab, das der Polizei, dem Gefängnispersonal und den Feuerwehrleuten eine 39-prozentige Lohnerhöhung und eine weitere Steigerung für 2014 zugesichert hätte.

Die Sicherheitskräfte fordern jedoch das Doppelte und machen geltend, dass ihre Gehälter seit Jahrzehnten nicht mit den steigenden Preisen Schritt gehalten hätten. In kaum einem brasilianischen Staat werden Polizisten schlechter bezahlt.

Gemeinsam mit den anderen betroffenen Berufsgruppen traten die Polizisten am Freitag in den Ausstand. «Wir wollten nicht streiken», sagte ein Feuerwehrmann. «Wir machen Gouverneur Sergio Cabral dafür verantwortlich.» Dieser appellierte an die Sicherheitskräfte, ihre Verantwortung wahrzunehmen. «Man kann nicht in so lebenswichtigen Bereichen wie der öffentlichen Sicherheit streiken», sagte er. «Rio de Janeiro hat dies nicht verdient.»

Vorbild Salvador da Bahia

In Salvador, wo das zweitgrösste Karnevalsspektakel Brasiliens über die Bühne geht, hat ein neuntägiger Streik von Polizisten bereits zu einer Zunahme der Gewalt geführt. Nach Angaben der Behörden des Bundesstaats Bahia wurden in Salvador und Umgebung mindestens 120 Morde verübt.

Viele Touristen haben ihren Besuch abgesagt. Präsidentin Dilma Rousseff warnte die Streikenden, eine mögliche Erhöhung der Kriminalitätsrate sei nicht der richtige Weg, um Forderungen durchzusetzen.


So bunt war der Karneval 2011 (Quelle: Youtube/TvPitaco)

(sda)

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  • Stef am 10.02.2012 22:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Woooow

    Woooow das möcht ich auch mal live sehn!!!

  • Rönz am 10.02.2012 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    45 Milliarden

    Ich kenne Brasilien seit über 20 Jahren. Ich frage mich grundsätzlich wie Brasilien eine Fussball-WM und olympische Spiele durchführen will!? Ich verstehe die Polizei gut. Vielleicht sollte die Regierung das Verschwinden von rund 45 Milliarden Franken einmal erklären und abstellen. Dann würde nämlich genügend Geld bleiben um die Polizei entsprechend zu bezahlen! Aber dies ist nur eines von unzähligen Problemen welches dieses Land zu bewältigen hätte und nich will!