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Radikale Prävention
28. Mai 2011 19:05; Akt: 31.05.2011 09:23 Print
Die besten Anti-Alkohol-Spots der Welt
von L. Egli / P. Toggweiler - Die Schweiz geht bei der Alkohol-Prävention neue Wege: Sie setzt sich zu den Trinkern an den Stammtisch. Andere Länder fahren härtere Geschütze auf.
Sag mir, wie du trinkst, und ich sage dir, woher du kommst. Trinksitten sind so unterschiedlich wie religiöse Bräuche. Genauso ist es mit Kampagnen gegen Alkoholmissbrauch: Während die Schweiz diese Woche am Stammtisch über Alkohol gesprochen hat (Dialogwoche 2011), gehen andere Länder mit radikalen TV-Spots gegen Alkoholismus vor, dass einem der Restalkohol im Blut gefriert. Hier unsere Favoriten, gefunden auf Youtube.com.
Zum Anfangen ein charmanter Spot von Down Under: Der Australier trinkt gerne, gemäss WHO sind ein Zehntel aller Australier Rauschtrinker. Becky, die Hauptperson in diesem Streifen, macht heute ausnahmsweise mal nicht mit. Eine Sensation, die um die Welt geht.
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Weiter geht es mit zwei Spots aus der Kategorie „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“. Die Briten sind grosse Trinker, vor allem die jungen. Sie haben das ungesunde Komasaufen erfunden. Gemäss WHO trinkt der Durchschnittsengländer 13,4 Liter reinen Alkohol im Jahr (der internationale Schnitt liegt laut WHO bei 6 Liter). Ob dieser Wert mit Filmen im Pete-Doherty-Chic gesenkt werden kann?
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Gehen wir ins Trinkerland Russland. Ein Fünftel aller russischen Männer sind gemäss WHO Rauschtrinker, der durchschnittliche Russe nimmt jedes Jahr 35 Liter Alkohol zu sich – fast drei Liter pro Monat! Gut möglich, dass darunter die Aufmerksamkeit leidet. Dieser hintersinnige TV-Spot ist so kurz und deutlich, dass man ihn auch mit hohen Promillewerte verstehen sollte.
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Und gleich noch einmal Australien. Aus dem Inhalt: Jaja, so eine Party ist was Tolles. Aber bitte nicht übertreiben! Bitte! Dieser Spot ist definitiv nichts für schwache Nerven.
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Auch in Thailand ist Alkoholismus ein Thema, allerdings fast nur bei Männern. Greift der Thai zur Flasche, ist meist Schnaps drin (73 Prozent der konsumierten Alkoholika). Zwar sind zwei Drittel der Bevölkerung abstinent, aber jene, die trinken, schaffen es auf 29 Liter Alkohol im Jahr. Kein Wunder, will der Film dem jungen Thai aufzeigen, was er alles erreichen kann, wenn er nicht trinkt. Und wie schnell das alles ginge, Mann!
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Auch der Holländer trinkt gern, vor allem Bier. Sein Trinkverhalten gibt laut WHO aber keinen Anlass zur Sorge. Entsprechend greift das dortige Gesundheitsamt zu klassischer Didaktik: Trinkt der Papa, leidet der Sohn. Darum: Reiss dich zusammen, Vater!
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Wie bei allem anderen steht Neuseeland auch beim Trinken im Schatten seines grossen Nachbarn. Sie können es zwar auch (Pro-Kopf-Konsum: 9,6 Liter), aber nicht so gut wie die Australier (10 Liter). Bei der Herstellung von Anti-Alkohol-Kampagnen indes stehen sie ihnen in nichts nach, ebenso wenig beim Illustrieren eines gepflegten Hangovers. Auch dieser Film ist nichts für zarte Seelen und Eltern kleiner Kinder.
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Schweden ist berühmt für seine strenge Alkoholgesetzgebung – und seine Alkoholexzesse. Die Botschaft des Films ist klar: Alkohol macht zwar jung. Das ist aber nicht unbedingt vorteilhaft.
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Das gläubige Irland setzt beim Austreiben der Laster auf die Schande. Aber vorher wird Fussball gespielt! Wer Kinder hat, die im Garten spielen: Sofort reinholen!
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Und weil es so schön war, gleich noch einmal Russland. Diesmal allerdings tut es etwas mehr weh. Nicht vergessen: Einmal blinken vergessen ist okay. Aber über Stoppstrassen rollen…
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Grosse Gefühle, grosse Musik, grosses Kino – in den USA brauchts selbst für Anti-Alkohol-Kampagnen Special Effects und Ultra-slow-motion. Das perfekte Drama berührt. Aber bewirkt es auch etwas?
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