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Zum Sessions-Ende
19. März 2010 12:42; Akt: 19.03.2010 13:31 Print
Die skurrilsten Vorstösse aus dem Parlament
Nationalrat Josef Zisyadis will eine TV-Zwangspause einführen. Es ist ein Vorstoss der Marke «absurd» - aber längst nicht der erste.
1000 Vorstösse werden pro Jahr in Bern eingereicht. Jeder davon kostet den Steuerzahler im Durchschnitt 4080 Franken. Dass längst nicht alle ihr Geld wert sind, zeigt der neuste Vorstoss aus der sonderbaren Ecke aus dem Nationalrat. Zum Abschluss der Frühlings-Session fordert der Waadtländer Josef Zisyadis vom Bundesrat eine allgemeine TV-Sendepause zwischen Mitternacht und 6 Uhr. Das Hirn brauche genügend Entspannung, begründet Zisyadis seinen Vorstoss. Wie er sich das vorstellt, schreibt er in seiner Motion an den Bundesrat nicht.
Die SRG findet den Vorstoss jedenfalls «absurd». «Jedes Empfangsgerät hat schliesslich einen Knopf zum Ein- und Ausschalten», sagt der Leiter Unternehmenskommunikation Max Gurtner. In Zeiten von Internet und Satelliten-Fernsehen bleibe ein solches Verbot sowieso wirkungslos. Die Leute würden einfach ins Internet wechseln. «Wir können weder das Online-Angebot noch die Satellitenübertragung abstellen», so Gurtner weiter.
Zisyadis' Vorstösse kosteten über eine Million
Wirklich ernst scheint Zisyadis seinen Vorstoss sowieso nicht gemeint zu haben. «Ich kann mir die Antwort des Nationalrates etwa vorstellen», sagte Zisyadis bereits vor dem Einreichen der Motion. Er wolle primär eine Debatte über die Rolle und den Einfluss des Fernsehens lancieren.
Es ist nicht der erste streitbare Vorstoss des Waadtländers: Er ist Jahr für Jahr einer der eifrigsten Motionäre. Wie der «Sonntag» im vergangenen Jahr ausrechnete, kosteten seine unzähligen Vorstösse bis heute über eine Million Franken. Das Spektrum reichte dabei von der Forderung eines Verbotes von Wohnungskündigungen im Winter über einen nationalen Wettbewerb zur Wahl der besten Arbeiterin und des besten Arbeiters bis hin zum Verbot von Solarien.
Mit seinen schrägen Vorstössen ist der Nationalrat der alternativen Linken aber längst nicht alleine. Zahlreiche andere Parlamentarier stehen mit ihren Anfragen, Motionen und Postulaten Zisyadis in nichts nach. Eine Auswahl der «Best-Of» sehen Sie in der obigen Diashow.
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(amc)



























