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Irland
04. September 2010 13:21; Akt: 04.09.2010 17:55 Print
Eier und Schuhe auf Tony Blair geworfen
Etwa 200 Kriegsgegner bereiteten Tony Blair bei der ersten Signierstunde für seine Memoiren in Dublin einen bitteren Empfang: sie bewarfen ihn mit Eiern und Schuhen.
Als der ehemalige britische Premierminister aus seinem Auto stieg, um in einer Dubliner Buchhandlung sein neues Buch zu signieren, regnete es am Samstag Eier und Schuhe. Auf dem Dach eines Wagens aus Blairs Konvoi lag ein Flip-Flop. Blair wurde jedoch nicht getroffen. Während der streng abgesicherten Autogrammstunde gingen die Proteste draussen weiter. Die Demonstranten versuchten, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen.
Mehrere Geschäfte schlossen wegen der Aufruhr ihre Türen und liessen Gitter herunter. Die Polizei sperrte Zugänge zu der Einkaufsstrasse ab, in der die Buchhandlung liegt. Die Demonstranten riefen «Tony Blair - Kriegsverbrecher» oder «Blut an Deinen Händen».
Als der Ex-Premierminister den Buchladen nach rund zwei Stunden verliess, flogen erneut Eier. Mehrere Demonstranten lieferten sich ein Handgemenge mit der Polizei, mindestens zwei Personen wurden festgenommen.
Ein Polizeisprecher teilte mit, dass «ein paar» Demonstranten festgenommen wurden. Genauere Angaben zu der Zahl der Festnahmen machte der Sprecher nicht. Die Demonstration löste sich friedlich auf.
«A Journey»: Abrechnung mit Brown
Der einstige britische Premier und langjährige Chef der sozialdemokratischen Labour-Partei hatte am Mittwoch seine Biografie «A Journey» («Eine Reise») veröffentlicht, in der er unter anderem seine Entscheidung für den Einmarsch der Briten in den Irak im Jahre 2003 verteidigt.
In dem Buch rechnet er ausserdem mit seinem Nachfolger Gordon Brown ab und schreibt detailliert über den Friedensprozess in Nordirland.
(sda/dapd)


























