Klimawandel

14. September 2010 06:23; Akt: 14.09.2010 07:44 Print

Eisschmelze zwingt Walrosse an LandEisschmelze zwingt Walrosse an Land

Ungewöhnliches Schauspiel in Alaska: Zehntausende Walrosse sind an Land gekrochen. Die Gründe dafür sind beunruhigend.

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Wie lange die Walrosse an Land in Alaska ausharren werden, ist nicht bekannt. (Bild: Keystone/AP)

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Wegen Eismangels sind im Nordwesten von Alaska zehntausende Walrosse an Land gegangen. Ein solcher Schritt in dieser Grössenordnung ist nach Angaben von Regierungswissenschaftlern in den USA ungewöhnlich, er kam aber bereits mindestens zwei Mal vor: 2007 und 2009. Auch in jenen Jahren war das Eis, wo die Tiere normalerweise leben, so weit zurückgegangen wie kaum jemals zuvor. Die Walrosse lägen in der Nähe von Point Lay über eine Meile (1,6 Kilometer) oder mehr Schulter an Schulter, erklärte der Biologe Anthony Fischbach vom Geologischen Dienst. Experten befürchten, dass sich die etwa eine Tonne schweren Tiere gegenseitig erdrücken könnten, sollten sie in Panik geraten. Die US-Wildtierbehörde bemüht sich um eine Verlegung von Flugrouten, um das Entstehen von Panik zu verhindern.

Wie lange die Walrosse an Land ausharren werden, ist nicht bekannt. Genügend Nahrung für alle dürfte nach Einschätzung Fischbachs vorhanden sein. Der Direktor des nationalen Datenzentrums für Schnee und Eis in Boulder, Colorado, Mark Serreze, sagte, das Eis gehe seit langem zurück. Dies hänge mit dem Klimawandel zusammen. «Wir werden vermutlich mehr Sommer wie diese sehen. Es gibt kein Zeichen für eine Erholung der Arktis.»

(dapd)