Philippinen

10. Oktober 2009 12:19; Akt: 10.10.2009 12:26 Print

Erdrutsche begraben gegen 300 MenschenErdrutsche begraben gegen 300 Menschen

Die Zahl der Toten nach den verheerenden Unwettern im Norden der Philippinen steigt weiter an. Am Samstag bezifferten die Behörden die Opferzahl auf 245, später hiess es, die Zahl der Toten sei auf 299 angestiegen.

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In vielen Bezirken waren nach tagelangem strömendem Regen gewaltige Erd- und Gerölllawinen die Hänge hinabgestürzt, welche Dutzende Häuser und ihre Einwohner begruben. Tausende Menschen harrten am Samstag noch immer auf den Dächern ihrer von Wasser umgebenen Häuser aus. Helfer suchten in den Schlamm- und Geröllmassen weiter nach Vermissten.

Besonders betroffen war das Bergdorf La Trinidad in der Provinz Benguet, etwa 210 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila. Dort hatten die Schlammlawinen die Menschen vor dem Morgengrauen am Freitag überrascht und mehr als 30 Häuser verschüttet.

«Die Erdrutsche haben fast das komplette Dorf zerstört. Wir brauchen mehr Bagger, Seile und Lampen, damit wir die Suche auch in der Dunkelheit fortsetzen können», sagte Dorfbürgermeister Artemio Galwan. Die Behörden erklärten, dass weitere Soldaten der Philippinen und der USA in die betroffenen Regionen unterwegs seien.

277 Millionen Franken Schäden

Der Taifun «Parma» hatte tagelang in der Region gewütet und für sintflutartige Regengüsse gesorgt. Erst vergangenen Monat waren die Philippinen vom Tropensturm «Ketsana» heimgesucht worden, der für die schlimmsten Überschwemmungen in Manila in mehr als 40 Jahren gesorgt hatte. Dabei waren knapp 340 Menschen ums Leben gekommen.

Mehr als vier Millionen Menschen waren von «Ketsana» betroffen, etwa 300'000 waren gezwungen, in Notunterkünften auszuharren. Insgesamt verursachten die beiden Stürme einen Schaden von umgerechnet 277 Millionen Euro in Landwirtschaft und Infrastruktur.

Die Wetterlage entspannte sich am Samstag. Die philippinische Präsidentin Gloria Arroyo hob einem Sprecher zufolge den im ganzen Land geltenden Notstand auf, mit Ausnahme der Hauptinsel Luzon. Das World Food Programme (WFP) teilte am Samstag mit, dass Japan mehr als 3 Millionen Dollar für die Opfer und die Rettungsaktionen zur Verfügung gestellt habe.

(sda)