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Die Löcher von Hellikon
12. Januar 2010 12:21; Akt: 03.02.2010 10:01 Print
Experten erforschen die mysteriösen Löcher
von Amir Mustedanagic, Hellikon - Zwei riesige Krater haben dem aargauischen Hellikon zu unverhoffter Berühmtheit verholfen: Heute wird die Tiefe der Erdlöcher untersucht. Die Experten haben nicht nur mit den eisigen Temperaturen zu kämpfen, sondern auch mit Schnee.
Weiss, nichts als weiss und mittendrin ein roter Absperrzaun. Die Sicherheitsvorkehrung der Gemeinde Hellikon AG erhält auf dem schneebedeckten Feld von Bauer Karl Schlienger eine zusätzliche Signalkraft: Bis hier her und nicht weiter! Die Gemeindeverantwortlichen kämpfen seit Tagen mit Schaulustigen, die die erste Helliker Sensation von nahe besichtigen wollen: Zwei 20 Meter tiefe Krater und einen ebenso tiefen Riss in einem Feld.
Gefährliche Arbeit des Geowissenschaftlers
Die Höhlentouristen unterschätzen die Gefahr der scheinbar friedlich dampfenden Löcher. Tatsächlich ist es ein faszinierender Anblick, wenn warme Luft aus den Löchern entsteigt und sich in Dampfwolken verwandelt. Doch der Schein trügt: «Ein falscher Tritt und ein bisschen Pech und wir stürzen ein», sagt Christoph Donié. Der Geowissenschaftler untersucht mit einem Kollegen seit Dienstag früh den aargauischen Acker im Auftrag der Gemeinde. Noch beruhen seine Annahmen auf einem ersten Augenschein, doch für den Experten ist jetzt schon klar: Hier muss etwas Grösseres sein.
«Die Risse und Krater verändern und weiten sich aus», sagt Donié. «Das ist ein Anzeichen dafür, dass es womöglich tief hinab geht.» Wie tief, wollen die Experten mit geoelektrischen Untersuchungen feststellen. Indem sie elektrischen Strom in den Boden senden und den Widerstand messen, wollen sie im Verlaufe des Dienstags eine erste grobe Kartierung des Untergrundes und der sogenannten Dolinen erstellen.
Möglicherweise sind auch Häuser bedroht
In einem ersten Schritt findet die Untersuchung auf einem Gebiet von 50 Quadratmeter rund um die Krater statt. «Je nach Ausgang der ersten Untersuchung müssen wir vielleicht das Gebiet erweitern», sagt Frau Gemeindeammann Kathrin Hasler. Sie sei zwar Laie, aber sie fürchte, dass sich die Hohlräume unter dem Feld über ein noch grösseres Gebiet erstrecken. Bedroht sei dann nicht nur die Zubringerstrasse neben dem Feld, sondern auch die Häuser am Hang darunter. «Wenn der Krater bis zum Hang reicht, könnte er rutschen – das müssen wir frühzeitig wissen», so Hasler weiter. Hauptziel der Gemeinde ist es deshalb, eine Ahnung des Umfangs der Gefahr nach dem heutigen Tag zu haben. «Wie wir das Feld dann sanieren oder aufschütten, ist Zukunftsmusik», so die Frau Gemeindeamann.
Obwohl die Experten bereits gegen
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Alle 181 Kommentare






























an den Kopfschüttler
Wie man über "so was" Witze machen kann? Ganz einfach, indem man über Humor verfügt. Und zur Beantwortung Ihrer zweiten Frage. Ja, das würde ich wohl.
mit Kies auffüllen zum 2ten
Manchmal zweifle ich schon etwas an Entscheidungsträgern: Mit Kies auffüllen und erledigt ist das ganze. Ein Gutachten hat ja nichts gebracht. Also nichts für die Gemeinde, für den Gutachter vermutlich $$$. Im Sponsoring Zeitalter dürfte für Werbefläche ein gratis Kieslieferant aufzutreiben sind: . Oder so.
Hellikon-Löcher
Soeben habe ich (gerüchteweise) vernommen, dass das schweizerische Landesmuseum im Sommer 2010 diese Löcher für die Oeffentlichkeit ausstellen wird. Die SBB planen viertelstündliche Extrazüge nach Zürich. Ein Spezialzug fährt jeweils langsam durch die Löcher.