Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
China
19. Juni 2010 16:51; Akt: 19.06.2010 17:01 Print
Fast anderthalb Millionen fliehen vor Hochwasser
Zum Schutz vor einer Flutkatastrophe sind im Süden Chinas fast 1,5 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht worden.

Bild vom 17. Juni aus Guilin im Süden Chinas. (Bild: Keystone/AP)
Nachdem tagelanger Regen die Pegel mehrerer Flüsse gefährlich ansteigen liess, mussten die Menschen ihre Häuser verlassen. In den vergangenen Tagen waren mindestens 88 Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen ums Leben gekommen.
Hochwasser in grossen Flüssen
Aus den Gebieten an Flussufern und tiefer gelegenen Gebieten in der Nähe der Hochwasser führenden Flüsse wurden nach Angaben der Behörden mehr als 1,4 Millionen Anwohner in Sicherheit gebracht, wie die staatliche Zeitung «China Daily» berichtete.
Bereits am Donnerstag hatte der Perlfluss in der Provinz Guangdong einen gefährlichen Wasserstand erreicht. Der weitverzweigte Strom ist Chinas zweitlängster Wasserweg.
Das Staatsfernsehen zeigte Bilder aus Guangdong von fast völlig überfluteten Häusern. In der benachbarten Provinz Fujian traten ebenfalls Flüsse über ihre Ufer. In der Provinz Jiangxi begannen Arbeiter, riesige Steinbrocken von den Strassen zu räumen, die durch Erdrutsche dorthin gelangt waren.
Weitere Niederschläge
Seit einer Woche waren im Süden Chinas heftige Regenfälle niedergegangen. Nach Angaben des chinesischen Ministeriums für zivile Angelegenheiten werden noch 48 Menschen vermisst. Die Kosten der Katastrophe belaufen sich mittlerweile auf 11 Milliarden Yuan (1,8 Milliarden Franken).
Der Nationale Wetterdienst warnte am Samstag vor weiteren Regenstürmen in den kommenden Tagen. Der Hochwasserschutz werde sich «enormen Herausforderungen» gegenüber sehen. Bereits einen Tag zuvor hatte der Wetterdienst für die Unwetterregion die zweithöchste Alarmstufe, orange, ausgerufen.
(sda)

























