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Flug Amsterdam-Detroit
25. Dezember 2009 22:38; Akt: 26.12.2009 02:33 Print
Anschlag auf A330 vereitelt - Obama reagiert
Beim Landeanflug auf Detroit hat ein Mann versucht, eine Maschine der Delta Airlines mit 278 Passagieren an Bord in die Luft zu sprengen. Der Täter konnte überwältigt werden. Er will Kontakte zu Al Kaida unterhalten haben. Präsident Obama erhöhte umgehend die Sicherheitsmassnahmen im Luftverkehr.

«Versuchter Akt von Terrorismus»: Der Airbus A330 auf dem Detroit Metropolitan Airport
Der Zwischenfall an Bord eines US-Verkehrsflugzeugs hat womöglich einen terroristischen Hintergrund. Das berichten US-Medien unter Berufung auf Geheimdienstexperten. Das Weisse Haus spricht von einem «versuchten Akt von Terrorismus». Ein 23-jähriger Nigerianer wollte demnach beim Landeanflug einer vollbesetzen Passagiermaschine am Freitag auf Detroit eine «pulvrige Substanz» entzünden. Bei dem Mann soll sich um Abdul Mudallad handeln, zitiert die «New York Times» einen Behördensprecher. Mudallad sei in London als Student eingeschrieben.
Der Anschlag sei fehlgeschlagen, weil der Zünder nicht funktioniert habe, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Der Mann habe überwältigt werden können. Laut dem TV-Sender NBC hätten ihn zwei Passagiere beobachtet, wie er mit der explosiven Substanz hantierte, ein dritter habe ihn schliesslich ausser Gefecht gesetzt. An Bord des Flugzeuges soll zeitweise Panik geherrscht haben. Dem Piloten sei es aber gelungen, die Maschine sicher auf dem Detroit Metropolitan Airport zu landen.
Täter soll Sprengstoff aus dem Jemen erhalten haben
Der Täter habe offenbar auf einer Schwarzen Liste für US-Fluglinien gestanden. Er wurde nach der Landung verletzt in ein Spital gebracht. Dort hat er offenbar gegenüber Agenten des FBI und einer Anti-Terror-Einheit erklärt, er habe eine Bombe zünden wollen. Weiter heisst es, er habe behauptet, Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida zu unterhalten. Den Sprengstoff habe er demnach im Jemen erhalten, ebenso wie genaue Anweisungen, wann er ihn einsetzen sollte. Eine offizielle Bestätigung über den Vorfall gab es zunächst nicht.
US-Präsident Barack Obama, der in den Weihnachtsferien auf Hawaii weilt, wird über die Ereignisse in Detroit ständig auf dem Laufenden gehalten. Er ordnete umgehend erhöhte Sicherheitsmassnahmen auf Flugreisen an. Es müssten alle angemessenen Massnahmen getroffen werden, forderte Obama laut seinem Sprecher Bill Burton nach einer Telefonkonferenz mit Sicherheitsberatern.
Der Airbus A330 der Delta Airlines resp. deren Tochter Northwest Airlines war unterwegs von Amsterdam nach Detroit im US-Bundesstaat Michigan. 278 Passagiere waren an Bord. Bei dem Zwischenfall sollen zwei Menschen leicht verletzt worden sein. Zunächst hatte es über mehrere Stunden geheissen, es seien lediglich Feuerwerkskörper an Bord entzündet worden.
(erf/sda/dapd)

























