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Fehldiagnose
11. Mai 2009 22:50; Akt: 12.05.2009 09:01 Print
Frauenarzt hielt Baby für Krebs-Geschwür
Ein Gynäkologe diagnostizierte bei einer Studentin Krebs statt einer Schwangerschaft. Einen Monat vor der Geburt des Babys wollte er sie operieren lassen.
«Ich stand unter Schock. Bei einer Operation hätte ich mein Kind verloren», sagt Linda* heute. Im November hatte die 20-Jährige in Siders einen Frauenarzt aufgesucht, weil sie ihre Periode nicht bekommen hatte. Dieser verschrieb ihr ein Medikament und schickte sie nach Hause. Einen Schwangerschaftstest hielt er nicht für nötig. Drei Monate nahm die Studentin die Medizin. Weil ihre Periode jedoch weiter ausblieb, machte sie selbst einen Urin-Schnelltest, der positiv ausfiel. Mit dem Ergebnis ging sie zum Gynäkologen zurück. Dieser diagnostizierte Krebs und wollte seine Patientin operieren lassen.
Linda wurde Mutter eines Mädchens.
Im Spital führte die Chirurgin eine Ultraschalluntersuchung durch. Resultat: Linda war im 8. Monat schwanger. Was der Frauenarzt für einen Tumor gehalten hatte, war in Wirklichkeit der Kopf des Babys. Der Gynäkologe verteidigt sich: «Ich habe nach den Regeln es Berufsstands gehandelt.»
Im April brachte Linda dann ein gesundes Mädchen zur Welt. Nun will sie Klage gegen den Pfusch-Doktor einreichen oder wenigstens den Walliser Ärzteverband alarmieren. «Was ich erlebt habe, soll keinem anderen jungen Mädchen passieren.»
nlu/hal
*Name geändert

























