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16. Juni 2009 22:40; Akt: 17.06.2009 10:49 Print

Garnelen erobern Schweizer WohnzimmerGarnelen erobern Schweizer Wohnzimmer

von Désirée Pomper - Shrimps im trendy Aquarium statt auf dem Teller: Tierhändler erleben einen Ansturm auf Garnelen. Der Tierschutz ist besorgt.

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Immer öfter landen Shrimps nicht nur auf dem Teller, sondern auch im Aquarium.

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Eineinhalb Jahre lang ­lebten Lisi und Rocco in einem mit Sand und Pflanzen gefüllten Wasserbehälter. Doch inzwischen sind die Garnelen tot. Eine verschwand spurlos, die andere vertrocknete – ihr Besitzer Marco K.* vergass Wasser nachzufüllen. Vorsichtiger geht da Jérôme Lacourrège vor. Der 26-Jährige hält seine sieben Amano-Garnelen in einem Aquarium. «Ich finde Garnelen einfach putzig», sagt Lacourrège. Und weiter: «Sie sind einfach zu halten, brauchen wenig Platz und faszinieren mit ihrer Farbenpracht.» Das sind auch die Gründe für den Boom der Krustentiere in der Schweiz. «Garnelen sind ein absolutes Trendobjekt», sagt Fabian Gürber, Experte für Aquaristik beim Tierhändler Qualipet. Seit Anfang Jahr seien 1200 Tiere verkauft worden, wöchentlich würden bis zu 60 Stück nachbestellt. Auch bei Manor verkaufen sich die Garnelen und die dazugehörenden Nano-Aquarien gut. «Fisch- und Aquariumliebhaber schätzen sie als Designobjekt für das Büro», sagt Manor-Sprecherin Elle Steinbrecher.

Dies ärgert Peter Schlup vom Schweizer Tierschutz: «Es kann nicht sein, dass die Tiere zum modischen Wohnzimmerschmuck degradiert werden.» Aus Erfahrung weiss er: «Kaum stehen die Sommerferien vor der Tür, werden die ­Tiere die Toilette runtergespült.»

*Name der Redaktion bekannt