Eine Lanze für Red Bull

16. November 2009 23:52; Akt: 17.11.2009 09:17 Print

Gegenschatz' Familie meldet sich zu Wort

In einem offenen Brief haben sich die Eltern des verstorbenen Basejumpers Ueli Gegenschatz am Montag an die Öffentlichkeit gewandt. Sie nehmen Red Bull in Schutz.

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Die Familie nimmt mit ihrer Aktion die Firma Red Bull, die der Hauptsponsor von Ueli Gegenschatz war, aus der Schusslinie. Red Bull steht in der Kritik, den Tod von Gegenschatz aus Promo-Zwecken quasi in Kauf genommen zu haben. «Ueli war sich der Gefährlichkeit seines Sports selbstverständlich immer bewusst», schreibt die Familie. Die Firma habe es möglich gemacht, dass er viele seiner Visionen habe verwirklichen können. «Es ist ein Trost für uns zu wissen, dass Ueli sein Leben intensiv gelebt und genossen hat.»

Dennoch hat Red Bull auf die öffentliche Kritik reagiert: In der Nacht auf Dienstag wurde eine Trauerseite auf der Homepage des Getränkeherstellers aufgeschaltet. Rund 100 Personen haben bereits die Gelegenheit genutzt und ein Abschiedswort an Ueli Gegenschatz gerichtet.

Sunrise hatte keine Sprung-Genehmigung eingeholt

Kritik musste auch Sunrise einstecken: Die Firma hatte bei der Hauseigentümerin - der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich - keine Bewilligung für die Werbeaktion eingeholt. Dies bestätigt Sunrise-Sprecherin Sevgi Gezici: «Die zuständige Person war im Moment nicht zu erreichen, also gaben wir das Okay für den Sprung.» Mit rechtlichen Konsequenzen muss Sunrise aber nicht rechnen: Die BVK verzichtet auf juristische Schritte, wie ein Sprecher am Montag gegenüber «Schweiz Aktuell» sagte. Der tragische Unfall sei schon schlimm genug.

(amc/20 Minuten)

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