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Übervolles Gefängnis
04. Februar 2012 22:54; Akt: 04.02.2012 23:08 Print
Genfer Häftlinge zünden ihre Zelle an
Im Genfer Gefängnis Champ-Dollon sitzen seit Jahren zu viele Häftlinge. Nun haben zwei Insassen ihre Zelle in Brand gesteckt, einer wurde dabei schwer verletzt.

Das Genfer Gefängnis Champ-Dollon ist bekannt für seine Probleme. (Bild: Keystone)
Im Genfer Gefängnis Champ-Dollon haben zwei Häftlinge am Samstag ihre Zelle in Brand gesteckt. Beide wurden ins Spital gebracht, einer von ihnen erlitt schwere Verletzungen.
Die beiden Gefangenen zündeten gegen 10.20 Uhr absichtlich Möbelstücke und ihre Matrazen in der Fünferzelle an, wie Gefängnisdirektor Constantin Franziskakis der Nachrichtenagentur SDA. Die starke Rauchentwicklung habe daraufhin Alarm ausgelöst.
Der Brand konnte vom Gefängnispersonal und von der Genfer Feuerwehr eingedämmt werden. Die Polizei hat eine Untersuchung eröffnet.
Häftlinge versetzt
Der Zustand des schwer verletzten Brandstifter «bereite etwas Sorge», sagte Franziskakis. Der zweite sei auch verletzt worden, sein Zustand sei aber weniger schlimm. Die drei weiteren Mithäftlinge mussten nicht ins Spital gebracht werden.
Die rund 200 Insassen des betroffenen Sektors mussten vorübergehend in einen anderen Sektor gebracht werden. Später am Abend wurden sie wieder in ihre Zellen zurück gebracht.
Überlastetes Gefängnis
In Champ-Dollon hat es wegen der knappen Platzverhältnisse schon mehrfach Probleme gegeben. Die Anstalt ist eigentlich für 370 Häftlinge angelegt, Anfang Januar überschritt die Zahl der Insassen jedoch erneut die Grenze von 600.
Eine Entspannung der Situation dürfte 2013 mit der Eröffnung des neuen Gefängnisses Curabilis eintreten, welches neben Champ-Dollon errichtet wird und Platz für gegen 100 als gefährlich eingestufte Verwahrte bieten soll. Auch die Erweiterung des Genfer Gefängnisses La Brenaz sollte ab 2015 zur Entlastung der anderen Haftanstalten beitragen.
(sda)
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Alle 24 Kommentare






























Bauen bauen bauen
Baut einfach mehr Gefängnisse, es wird immer mehr "Straftäter" geben.
Politik hat keine Ahnung
Ich arbeite selber in einem Gefängnis im Kanton Bern und sehe auch das es immer wieder zu Engpässen mit dem Personal kommt. Wir haben zwischen 130-140 Insassen und müssen diese Leute mit 5 Aufsichstpersonen betreuen !!! Sicherheit gleich Null !! Der Politik geht das alles "am A.. vorbei" ob das Personal ausbrennt oder Gefahren ausgesetzt ist, Hauptsache man kann beim Gefängnispersonal Geld sparen! Es ist lustig über eine Anstalt im Kt. Bern einen Bericht im Tv zu sehen und zu wissen das sehr viel von dem was gezeigt und gesagt wurde gestellt ist.Liebe Politik ihr müsst handel nicht nur Reden!!
Aber sonst gehts noch?
Da werden "schwierige" Menschen wie Tiere eingepfercht obschon der Staat eine Aufsichts- und Resozialisierungsplicht hat. Wenn wir Menschen verurteilen, sie einsperren, müssen wir auch zu ihnen schauen. Und jetzt werden diese wie Tiere gehaltenen, später wieder einmal entlassen und alles ist gut? Denkt bitte mal weiter...Wir verlangen von solchen Menschen Empathie, sich anständig zu benehmen, humanistisch zu werden und sind selbst Tiere und behandeln sie auch so.