Umstrittene Todesstrafe

08. Februar 2012 23:15; Akt: 09.02.2012 09:15 Print

Gericht stoppt Hinrichtung in OhioGericht stoppt Hinrichtung in Ohio

Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Hinrichtung des verurteilten Mörders Charles Lorraine gestoppt. Umstritten ist die Anwendung der Giftspritze. Das Urteil dürfte weitere Hinrichtungen verzögern.

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Kritisiert wird, dass die Anfangszeit und das Ende der Verabreichung der Giftspritze geändert wurden. (Bild: Keystone)

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Der Oberste Gerichtshof in den USA hat am Mittwoch eine in Ohio geplante Hinrichtung eines verurteilten Mörders gestoppt. Mit der höchstrichterlichen Entscheidung heizten die Richter die Debatte um den umstrittenen Umgang mit den Regeln zur Anwendung der Giftspritze in dem US-Staat weiter an.

Im Fall des zum Tode verurteilten Charles Lorraine hatten Bundesgerichte zuvor entschieden, dass Ohio zu sehr von den entsprechenden Regeln abgewichen sei.

Wegweisendes Urteil

Kritisiert wurde unter anderem, dass das ärztliche Attest eines Todeskandidaten nicht ausreichend überprüft worden sei. Auch seien die von Behörden angekündigte Anfangszeit und das Ende bei der Verabreichung der Giftspritze geändert worden.

Das jüngste Urteil des Obersten Gerichts dürfte weitere Hinrichtungen verzögern.

Lorraine soll 1986 einen 77-jährigen Mann und seine 80-jährige Frau erstochen haben. Seit Jahren versucht er, gegen das Todesurteil Berufung einzulegen. Dabei verwies er auf eine schwierige Kindheit und schlechten rechtlichen Beistand. Der republikanische Gouverneur John Kasich lehnte das Gnadengesuch jedoch ab.

(sda)