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Achtung: Bärndütsch!
22. Juli 2010 20:13; Akt: 23.07.2010 10:43 Print
Hier macht Calmy-Rey auf Mani Matter
von Joel Bedetti - Wie es klingt, wenn eine welsche Magistratin Mani Matter vorträgt? Sehen Sie im Video, wie aus dem beliebten Singer-Songwriter der Bundes-Matter wird.
Im gestrigen, etwas verregneten und verwindeten «Donnschtig-Jass» war Bundesrätin Micheline Calmy-Rey zu Gast. Sie sass an einem Festtisch in ihrem Heimatkanton Wallis, inmitten von Jasskönigen und Landvolk und der flottmunteren Monika Fasnacht («Und jetzt häu emal druf uf das Ding, Sepp!»). Diese befragte Calmy-Rey in den Jasspausen zu Politik (Geiseln in Libyen) und Privatleben (Ferien mit den drei Enkelinnen). Zuvor hatte Fasnacht schreiend nach einem Glas Walliser Wein für die Magistratin verlangt.
Aussenministerin Micheline Calmy-Rey und SF-Moderatorin Monika Fasnacht in der Sendung «Donnschtig-Jass» vom 22. Juli 2010.
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Calmy-Rey probierts auf Berndeutsch
Kernstück der Sendung war aber nicht das Zwiegespräch, auch Calmy-Reys Talent als Jasserin wurde nicht getestet, was vielleicht in mancher Hinsicht aufschlussreich gewesen wäre. Calmy-Reys Herkulesaufgabe bestand vielmehr darin, Mani Matters Klassiker mit dem Monstertitel «Dene, wo's guet geit, giengs besser, giengs dene besser, wo's weniger guet geit» vorzutragen - in perfektem Berndeutsch notabene. Die Zuschauer konnten bis zum Ende der Sendung telefonisch wetten, ob Calmy-Rey
dies meistern würde.
Grosses Vertrauen
Einziger Wermutstropfen: Aus unerklärlichen Gründen nahm das Fernsehen die Performance der Bundesrätin in deren Büro auf, anstatt sie live auftreten zu lassen - wie die Bundesrätin es vor drei Jahren im Westschweizer Fernsehen getan hatte.
Wie auch immer: 64 Prozent der mehrheitlich Deutschschweizer Zuschauer stimmten «Ja» und trauten Calmy-Rey damit Mundart-Fähigkeiten zu. Nur 36 Prozent glaubten, dass die welsche Bundesrätin nicht perfekt Berndeutsch vortragen könne.
Um zehn nach neun, nach unzähligen Jassrunden und sintflutartigen Regengüssen, kam der Moment der Wahrheit: Die Bundesrätin aus Genf rezitierte den Berner Troubadouren (und Verwaltungsrechtsspezialisten) Mani Matter.
Keine Meisterschaft
Schaffte sie es? Nun, einige der 36 Prozent Nein-Sager dürften sich mit Recht um die Telefongebühren von 84 Rappen pro Minute betrogen fühlen (und die Ferienwoche, die unter den richtig tippenden Wettbewerbsteilnehmern verlost wurde). Was Micheline Calmy-Rey ablieferte, war gut gemeint, aber wohl kaum das, was man unter perfektem Berndeutsch versteht.
Sprachwissenschaftler Professor Roland Ris von der ETH Zürich, der als Experte fungierte, zog sich elegant aus der Affäre, indem er Calmy-Rey dafür lobte, den frankophonen Akzent der Berner Patrizier nachgeahmt zu haben. Dass er den Auftritt der Magistratin im selben Atemzug mit «an Meisterschaft grenzend» bezeichnet, dürfte aber nur noch auf unendliche Gnade, schiere Verehrung oder nackte Angst vor Repressalien zurückzuführen sein.
Amüsant war die Episode allemal. Für heitere Szenen könnte auch der nächste «Donnschtig-Jass» in Altdorf sorgen: Dann wird Model Sarina «Buttermeitli» Arnold mit der Armbrust ballern.
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Alle 36 Kommentare






























Unwissend
Was hier Calmy aufsagen musste, ist, ob gewollt oder nicht, ein Appel von Mani Matter an die Nachhaltigkeit der Schweiz. Aber verstanden hat es kaum einer auf dem Planet Schweiz.
Wann geht sie endlich?!
Sie ist so was von peinlich und muss sich immer auf ihrem Extrazug in den Vordergrund stellen. Es ist weder originell, noch hat es im entferntesten etwas mit Berndeutsch zu tun. Sie sollte endlich ihren Schreibtisch in Bundesbern räumen.
Dimitris böse Doppelgängerin...
...soll sich mal lieber um den Regierungs-Kram kümmern. Sie nervt derweil mit immer neuen Überraschungen.