Flug AF447

08. Juni 2009 07:43; Akt: 08.06.2009 13:18 Print

Schon 17 Leichen aus dem Atlantik geborgenSchon 17 Leichen aus dem Atlantik geborgen

Gut eine Woche nach dem mysteriösen Airbus-Absturz über dem Atlantik sind sich die Suchmannschaften jetzt sicher, das Unglücksgebiet lokalisiert zu haben. Insgesamt 17 Leichen wurden nach Angaben der brasilianischen Luftwaffe am Wochenende aus dem Meer gezogen.

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Die Suchtruppe hat die Blackbox mit dem Flugschreiber des Airbus A330-200 entdeckt. Sie ist in gutem Zustand. Der Airbus 330-200 des Flugs AF 447 von Rio de Janeiro nach Paris war vor knapp zwei Jahren am vor der brasilianischen Küste durch ein Gewitter mit starken Turbulenzen geflogen und abgestürzt. Im Bild: Eine Archivaufnahme des verschollenen Airbus. es gab keine Überlebenden. Auf dem Bild: Gedenkstätte auf den Fernando de Noronha Islands in Brasilien. war das Flugzeug 560 Kilometer von der Küste entfernt und flog in 11 000 Metern Höhe. der abgestürzten Air-France-Maschine entdeckt ... ... sowie ... ... und können bis zu 6000 Meter tief tauchen und Aufnahmen anfertigen. Sie suchen mittels Unregelmässigkeiten auf dem Meeresgrund ab. Die des Sonars zeigt Trümmerteile, die sich über eine Fläche von 600x200 Metern verteilen. Bis sind hunderte Trümmerteile aus dem Atlantik geborgen worden. Das Wrack selbst blieb jedoch verschollen. Am tauchen erste Leichen und Wrackteile des abgestürzten Airbus auf. schwimmen im Meer. Die sucht das Meer ab. Die Suchaktion startet, nachdem die Besatzung einer Maschine der brasilianischen Airline TAM Linhas Aereas auf dem Atlantik gemeldet hat. Der Airbus ist mit ausgestattet, die nach einem Absturzes noch tagelang Signale aussenden. Doch keiner der drei Notfallsender der Maschine habe ein Signal ausgestrahlt. Experten äusserten in französischen Medien die Meinung, dass dies ein Zeichen dafür sei, Die Notsignale könnten bei dem Unglück zerstört worden sein. In Paris war der um 11.15 Uhr erwartet worden. Frankreichs Präsident drückt den Angehörigen sein Beileid aus. Er habe die USA gebeten, mit ihren Satelliten die Suche zu unterstützen. Mitgefühl und Anteilnahme gegenüber den äusserten auch Air France und Airbus. Die 228 Passagiere und Besatzungsmitglieder Darunter befanden sich nach Angaben von Air France 61 Franzosen, 58 Brasilianer und 26 Deutsche. befanden sich laut dem Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) unter den Fluggästen. Am Pariser Flughafen Charles De Gaulle wurde für die Angehörigen ein eingerichtet. kümmert sich ebenfalls ein CareTeam um die Familien und Angehörigen der Opfer.

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Ausserdem seien mehrere Wrackteile des abgestürzten Airbus geborgen worden, sagte Oberst Henry Munhoz am Sonntagabend (Ortszeit). Es gebe «keine Zweifel mehr», dass es Trümmer des Air-France-Fluges 447 seien, sagte Munhoz.

In welchem Zustand die Leichen waren, wollte er nicht bekanntgeben, da dies zu schmerzlich für die Angehörigen sei. Munhoz zufolge bargen die brasilianischen Rettungskräfte neun Absturzopfer: vier Frauen, vier Männer und eine Leiche, bei der das Geschlecht nicht mehr zu bestimmen gewesen sei. Acht weitere Tote seien von französischen Militärhubschraubern geborgen worden, sagte Munhoz. Nähere Informationen zu diesen Leichen habe er nicht.

Alle Leichen und Trümmerteile wurden in einer Gegend gefunden, die rund 70 Kilometer entfernt von der Stelle liegt, von der aus das letzte Funksignal der Maschine geschickt wurde. «Wir navigieren durch ein Meer von Trümmern», erklärte Kapitän Giucemar Tabosa Cardoso von der brasilianischen Marine.

Die Maschine verunglückte vor einer Woche rund 1000 Kilometer vor der brasilianischen Küste. Bei dem Absturz kamen 228 Menschen ums Leben. Die genaue Unglücksursache kann wahrscheinlich erst geklärt werden, wenn der Daten- und der Stimmenrekorder der Maschine gefunden werden, die vermutlich tief auf dem Boden des Meeres liegen. Die US-Marine wollte am Montag zwei Ortungssonden nach Brasilien schicken, die Signale aus einer Tiefe von bis zu 6100 Metern empfangen können.

Vereiste Sensoren

Unterdessen wurden technische Probleme bekannt, die beim Absturz der Air-France-Maschine in der Nacht zu Pfingstmontag die entscheidende Rolle gespielt haben könnten: Das Unglücksflugzeug war mit Sensoren unterwegs, die in grosser Höhe schnell vereisten und deswegen mehrfach widersprüchliche Informationen zur Fluggeschwindigkeit lieferten.

Der Flugzeugbauer Airbus hatte seinen Kunden empfohlen, bei allen Maschinen vom Typ A330 die Geschwindigkeitssensoren auszutauschen. Die Airbus-Empfehlung stammt vom letzten September, Air France begann nach eigenen Angaben aber erst Ende April, seine Maschinen umzurüsten. Laut dem französischen Ermittlungsleiter Paul-Louis Arslanian muss das Flugzeug trotz der mangelhaften Technik nicht unsicher gewesen sein.

Allerdings empfing die Maschine den Ermittlern zufolge widersprüchliche Geschwindigkeitsinformationen, als sie durch ein schweres Unwetter flog und abstürzte oder bereits in der Luft auseinanderbrach. Schon eine Abweichung um 50 Stundenkilometer reicht nach Einschätzung von Experten aus, um Flugzeuge unkontrollierbar zu machen.

(dapd)