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U2-Ticketverkauf
22. Januar 2010 15:26; Akt: 22.01.2010 15:48 Print
Kein zweites «AC/DC»-Debakel - oder doch?
von Joel Bedetti - Am kommenden Donnerstag startet der Vorverkauf für das Schweizer Konzert von U2. TicketCorner will mit einer obligatorischen Adressangabe eine Wiederholung des «AC/DC»-Fiaskos verhindern. U2-Fanclub-Mitglieder können bereits ab Montag Tickets beziehen.

U2 auf der «360°»-Tour, hier im polnischen Chorzow, August 2009. (Bild: Keystone/Epa/Andrzej Grygiel)
Es soll die grösste Produktion werden, welche die Schweizer Konzertagentur Goodnews je veranstaltet hat: Eine 360-Grad-Bühne mitten im Zürcher Letzigrundstadion, darüber schwebt wie ein Ufo ein Leinwandzylinder. Am 11. September macht U2 auf ihrer «360°»-Tour im Zürcher Letzigrund halt. Das Stadion bietet Platz für
Lange Gesichter wird es auch beim kommenden U2-Konzert geben - nicht nur an den Vorverkaufsstellen, sondern auch beim Konzerteingang. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)
TicketCorner will Desaster verhindern
Kommt es erneut zu einem Ticket-Desaster? Vor zwei Wochen zogen TicketCorner und Konzertveranstalter Good News den Zorn Tausender auf sich, als innerhalb von 12 Minuten die Eintrittskarten für das Konzert der Rockband «AC/DC» ausverkauft waren. Dabei lief einiges schief: Viele Tickets landeten auf dem Schwarzmarkt, Postangestellte schaufelten sich gegenseitig Tickets zu und liessen für die Kunden nichts mehr übrig.
Damit sich dies nicht wiederholt, will TicketCorner den Hamsterkäufen an den Schaltern nun einen Riegel schieben. «Neu muss man bei dem Schalterkauf die Adresse angeben», sagt TicketCorner-Sprecherin Marlies Keck. Damit wolle man verhindern, dass pro Adresse mehr als vier Tickets herausgegeben werden.
Hamsterer kauften bis zu 20 Tickets
Zwar hätte man auch für das «AC/DC»-Konzert am Schalter lediglich vier Tickets zugleich kaufen können - dies habe allerdings nicht funktioniert, so Marlies Keck: «An einigen Verkaufsstellen, vermuten wir, verkaufte man einzelnen Personen bis zu 20 Tickets - anders können wir es uns nicht erklären, dass so schnell alles weg war.»
Neu werde beim Kauf die Adresse sofort überprüft und in ein zentrales Informationssystem eingegeben, so dass für TicketCorner ersichtlich sei, ob die Vorverkaufsstellen diese Regeln einhalten. Falls dies nicht geschehe, werde die Verkaufsstelle mit 20 Franken pro falsch gebuchtem Ticket gebüsst. Der Ertrag dieser Bussen, so Keck, werde den Erdbebenopfer in Haiti gespendet. «Mit diesem System setzen wir einen Anreiz, dass sich Vorverkaufsstellen - auch diejenigen der Post und der SBB - an die Regeln halten», sagt Marlies Keck.
Konsumentenschutz zufrieden
Auch die Post, deren Angestellte dem gelbe Riesen in Sachen «AC/DC»-Ausverkauf nicht gerade zur Ehre gereichten, hat reagiert: «Unsere Angestellten dürfen keine Tickets in der eigenen Verkaufsstelle beziehen», sagt Post-Sprecher Mariano Masserini. So müssten auch sie wie jeder andere in einer Schlange anstehen. «Wir kontrollieren das», versichert Masserini.
Sarah Stalder vom Schweizerischen Konsumentenschutz findet diese Lösung gut und praktikabel. «Jeder Schritt, der den geschäftsmässigen Wiederverkauf behindert, ist gut», so Stalder. Man erwarte von TicketCorner mehr Klarheit darüber, wie es möglich sei, dass Wiederverkaufsfirmen wie Allticket.ch so schnell nach Beginn des Vorverkaufs schon an so viele Tickets komme. «Wir sind jetzt daran, ein Treffen mit TicketCorner zu organisieren», sagt Stalder.
Tickets direkt bei U2 kaufen
Sicher ist: Schnell muss man auch bei U2 sein, wenn man ans Konzert will. Die vier Iren sind hierzuland die Rekordhalter in Sachen Ausverkauf: 1992 waren die Tickets für ihr Konzert im Hallenstadion innert sieben Minuten weg, 2001 in 21 Minuten, und beim letzten Konzert 2005 im Letzigrund waren die 45 000 Plätze nach 40 Minuten vergeben. «Wir gehen davon aus, dass auch das U2-Konzert innert kurzer Zeit ausverkauft sein wird», sagt Marlies Keck. An die Zeit von AC/DC werde man aber kaum herankommen.
Der Verkauf für VIP-Mitglieder von Ticket Corner startet diesmal zeitgleich mit dem normalen Vorverkauf. Allerdings gibt es - wie schon beim kommenden Konzert von «Muse» - die Möglichkeit, direkt über die Band Tickets im Voraus zu beziehen. «Mitglieder des U2-Fanclubs können vom 25.-27. Januar auf der Website von U2 Tickets bestellen», sagt Marlies Keck von TicketCorner.
Im Gegensatz zum Konzert von «AC/DC» ist es nicht möglich, durch Umstellungen im Letzigrund zusätzliche Plätze freizuschaufeln. Für das Konzert der Australier hat man die Bühne zurückgesetzt und den technischen Bereich verkleinert. «Bei U2 ist die Bühnenkonstruktion fix, da lässt sich nichts umstellen», sagt Marc Reinhard von Goodnews.
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Alle 75 Kommentare





























an Freddu und Jas Hunkeler
45000 Leute an 4 Eingängen kontrollieren, geb ich euch recht. funktioniert natürlich von der Zeit her nicht. Deshalb Stadion minimum ca 50m vor den Eingängen mit Gittern vollständig absperren. Beim Anfang der Absperrung auf alle 4 Stadionseiten 4-5 Eingänge mit genügendem Personal zur "Personen/Ticketkonztrolle einrichten. Von dort kann man die Leute dann auf die 4 wirklichen Eingänge kanalisieren. Eventuell sogar noch die Steh- und Sitzplätze trennen. Somit hat mann schon die 4 oder 5fache Kapatzität zur Konntrolle und braucht viel weniger Zeit um die Leute ins Stadion zu schleusen.
selbst schuld !!
ich wohne in zürich komme aber aus dortmund. bei spielen des bvb wo schwarzmarkthändler versuchen tickets zu verscherbeln wird ihnen ruck zuck ne fette tracht prügel angedroht oder tickets raus zum einkaufspreis.
Herr
Nun der Vergleich zu AC/DC hinkt. Da hatte man noch eine faire Chance. Trotz angedrehter Ticketcornermitgliedschaft und extra-Hompagezugang fand ich nur Überlastungsanzeigen. Dann endlich klappte es, ich hatte 4 Tickets über den normalen Zugang dann wurde ich bei der Zahlung rausgeworfen. Diesmal etwas schwach Ticketcorner.
Zahlung
Schau mal in deinem Konto nach unter bestellungen. dort sollten deine Tickets sein und ein Link zum bezahlen.... Ist oft so das beim bezahlen was schief läuft