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Fly-goodbye
22. Juli 2009 23:19; Akt: 23.07.2009 10:30 Print
Kontroverse um Insekten-Pistole
von Désirée Pomper - Zwei Schweizer haben einen Fliegenfänger in Form einer Pistole erfunden. Der Tierschutz ist über das neue Spielzeug entsetzt.
Wer kennt das nicht: schlaflose Nächte wegen fiesem Moskito-Surren oder wegen des nervtötenden Herumschwirrens fetter Fliegen. Der Physiker Silvin Jancic und der Elektrotechniker André Becsey jedenfalls wollten sich nicht länger ärgern und haben kurzerhand einen Fliegenfänger erfunden. Fly-goodbye ist eine Pistole, die Fliegen einsaugt und mittels eines Klebers festhält. Die beiden Erfinder tüftelten rund zwei Jahre, investierten hunderttausende von Franken und opferten unzählige Fliegen für das patentierte Gerät.
Den Abzug drücken – und die Fliege ist weg: Für den Schweizer Tierschutz ist dies unethisch. (Bild: fly-goodbye)
«Es macht Riesenspass»
Fly-goodbye kommt diesen Monat für 36 Franken in den Verkauf. Und nicht nur in der Schweiz: «Unser Markt ist die Welt», sagt Jancic, der bereits Spielzeugmessen in New York, Dubai und Nürnberg besucht hat. Vom Erfolg des Geräts ist er überzeugt: «Es macht Riesenspass, auf Fliegenfang zu gehen.» Skrupel hat Jancic dabei nicht, «denn im Herzen sind wir alle Jäger». Ausserdem könne man die Tiere dank einer Spezialfunktion auch einfangen, ohne sie zu töten.
Elende Art zu sterben
Eva Waiblinger vom Schweizer Tierschutz ist über die Fliegenkiller-Maschine entsetzt: Es sei zwar legitim, Insekten zu töten, «doch es ist absolut unethisch, Tiere auf solch elende Art sterben zu lassen». Dieses Spielzeug lehre Kinder, dass ein Tierleben nichts wert sei, und stelle die Tierquälerei als Spass dar. Waiblinger warnt: «Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es einen Zusammenhang zwischen jugendlichen Tierquälern und späteren Gewalttätern gibt.» Für die Zoologin ist klar: «Wir werden mit den Herren von Fly-goodbye Kontakt aufnehmen.»


























