Funkstrahlen

22. Februar 2012 23:44; Akt: 23.02.2012 09:36 Print

Machen Handyantennen Kälber blind?Machen Handyantennen Kälber blind?

von Lorenz Hanselmann - In der Nähe von Handymasten kommen Kälber gemäss einer Studie oft blind zur Welt. Bauern sind sich sicher: Daran sind die Strahlen schuld. Die Studie fand dafür aber keine Beweise.

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Über 50 Kälber sind in sechs Jahren auf dem Hof von Hans Sturzenegger mit dem grauen Star auf die Welt gekommen, nachdem Orange dort eine Handyantenne aufgebaut hat. Für den Bauern aus Reutlingen ZH ist klar: «Die Strahlen machten meine Tiere krank.» Auch er habe Gesundheitsbeschwerden gehabt. Seit die Antenne weg ist, sei der Spuk vorbei.

Bauern in Arth SZ oder Möhlin AG berichten dasselbe. Nun hat die Uni Zürich in einer Studie 250 Kälber untersucht. Resultat: «Wir haben Indizien gefunden, dass Strahlung für die Erkrankungen verantwortlich sein könnte, aber keine Beweise», so Veterinärmediziner Michael Hässig.

Aussage gegen Aussage

Die Strahlengegner sehen dies anders: «Die Studie lässt keine Zweifel zu. Alle Faktoren ausser den Antennen wurden darin ausgeschlossen», sagt Andrea Klinger vom Dachverband Funkstrahlung.

Orange widerspricht: «Es gibt bis heute keine wissenschaftliche Untersuchung, die negative Auswirkungen von Handystrahlung auf die Gesundheit belegt», so Sprecherin Therese Wenger. «Die Schweizer Grenzwerte sind schon heute zehnmal strenger als im Ausland.»

Das bestätigt das Bundesamt für Umwelt. Dieses nimmt die neuen Hinweise ernst, will aber noch abwarten. Die Forscher wollen nämlich schon in einem Jahr mehr darüber wissen, weshalb die Kälber erkranken. So lange mag Sturzenegger nicht warten: Er will erneut gegen Orange klagen.

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  • S.w. am 26.02.2012 10:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strahlung

    Die Strahlung erwärmt den Körper und dann müsste man denken dass die Tiere in der Sahara wegen der Wärme dann 20äugige Missbildungen sein müssten.

  • J.A. am 23.02.2012 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wann ist genut?

    Auch in Elgg stellt die Elibag ihre Liegenschaft für eine (unnötige) überdimensionierte Mobilfunkantenne zur Verfügung - in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern und eines Bauernhofes. Der Landwirt musste auf eigene Kosten vorsorgliche Blutproben sichern, um evtl. Schäden nachweisen zu können. Wie weit soll der ungebremste Ausbau noch gehen, nur damit ein paar Wenige viel Geld verdienen an denen par Wenigen die unbedingt auf Smartphones und Tablet-PC's Fernsehen müssen?

  • hans am 23.02.2012 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    schon gewusst?

    die Provider haften nicht für Schäden, dir durch die Antennen verursacht werden, sonder der Eigentümer des Grundstücks, auf denen Sie stehen.. Denn die verdienen auch noch mit. (Oft Altersheime oder Bauern...)

    • Olivier am 24.02.2012 12:52 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Chance

      Die Eigentümer sind es, die das Grundstück gegen den Willen der Bevölkerung zur Verfügung stellen (Elibag, Elgg). Wir haben gegen den Bau der Antennen im Siedlungsgebiet abgestimmt und Gemeinderat das Gesuch abgelehnt - keine Chance gegen die Multis!

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