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Süsser Skandal
11. Oktober 2011 12:04; Akt: 11.10.2011 15:12 Print
Marihuana zum Schlecken
In den Süsswarenregalen der USA stehen Schleckereien, die aussehen wie Marihuana-Blätter. Die Wogen der Empörung schlagen hoch, obwohl die Zältli nicht mal high machen.
Sie heissen «Pot Pops» (in etwa «Hasch-Lolli») und haben die Form von Marihuana-Blättern. Diese sind entweder im Dreierpack als Fingerringe oder einzeln als Schleckstängel zu haben. Und verärgern nicht wenige Eltern. Diese regen sich aber nicht nur über die Form der Lollys auf, sondern auch darüber, dass auf der «Pot Pops»-Verpackung ein Kiffer abgebildet ist und mit einem fetten «Legalize» für die Legalisierung der Hasch-Lollis geworben wird.
Filicia Williams, Pressesprecherin des Stadtrates von Buffalo mit einer Tüte der höchst umstrittenen Zältli.(Bild: Keystone/AP/David Duprey)
Infografik
Cannabis-LegalisierungWeg der Drogen
Politiker wie Anti-Drogen-Aktivisten schlagen Alarm. Wie «USA Today» berichtet, sei laut Darius Pridgen, Stadtrat von Buffalo, New York, der Drogenmissbrauch in seiner Stadt schon hoch genug. Es sei unverantwortlich, dass einige Läden den Kindern Süssigkeiten verkaufen, die an Drogen erinnern. Denn schliesslich bemüht man sich darum, Kinder so zu erziehen, dass sie nicht denken, Drogen zu konsumieren sei akzeptabel.
Der Geschäftsführer der in Philadelphia ansässigen Süssigkeiten-Firma Kalan LP, Andrew Kalan, sieht das überhaupt nicht so. Ganz offen gibt er zu, dass mit dem Produkt, das seit einigen Monaten auf dem Markt ist, für die Legalisierung von Cannabis geworben werden soll. Und das «klappe ziemlich gut».
Laut Kalan ist die Reklamation aus Buffalo die erste, die ihn erreicht. Zu seiner Überraschung. Denn «normalerweise sind die Leute nicht gerade zurückhaltend.»
(lue)


























