Grossbritannien

02. Juni 2010 07:57; Akt: 02.06.2010 08:17 Print

Messer gefunden – Leichen vermisstMesser gefunden – Leichen vermisst

Im Fall um den Prostituierten-Mörder von Bradford gibt es neue Hinweise: Die Polizei fand eine Tasche mit Messer und Sägen. Unweit hatten sie die Leiche des letzten Opfers gefunden.

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Seit Juni 2009 gelten die 43-jährige Susan Rushworth, ... ... die 36-jährige Suzanne Blamires und ... die 31-jährige Shelley Armitage aus Bradford, im nordenglischen Yorkshire, als vermisst. Die drei Frauen haben vieles gemeinsam: Alle drei verdienten ihr Geld als Prostituierte, waren drogenabhängig und alkoholkrank. Am 24. Mai 2010 nimmt die Polizei den 40-jährigen, alleinlebenden Stephen Griffiths fest. Einen Tag später finden sie Leichenteile einer Frau im Aire Fluss bei Bradford. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich dabei um Suzanne Blamires. Griffiths studiert an der Universität Bradford Kriminologie und forscht zum Thema Serienmorde im viktorianischen England. Ganz besonders befasst er sich mit «Jack the Ripper». Der Mann wird in seinem Haus am Rand des Rotlichtbezirks von Bradford festgenommen. Am 28. Mai wird er von einem Gericht wegen Mordes an den drei Prostituierten angeklagt. Bei der ersten Anhörung gab Stephen Griffiths seinen Namen als «Kannibale mit der Armbrust» an. Damit spielte er auf jüngste Zeitungsberichte über den Fall an. Die Zeitungen hatten ihn als «neuen Ripper» betitelt, in Anlehnung an «Jack the Ripper» und den «Yorkshire Ripper» Peter Sutcliffe, der in den 1970er Jahren 13 Frauen getötet hatte. Am 30. Mai fand die Polizei im Flussbett des Aire Flusses eine schwarze Tasche mit Messer und Sägen und fleischlichen Überresten ... ... knapp 200 Meter von der Stelle entfernt, an der die Leichenteile der 36-jährigen Suzanne Blamires entdeckt worden waren. Blamires (Mitte) war Mitte Mai zum letzten Mal lebend gesehen worden. Gemäss Presseberichten hatte ihr Mörder sie auf grauenhafte Weise ermordet und den Kopf abgetrennt. Die Leichen der beiden anderen vermissten Frauen wurden bislang nicht gefunden. Unweit von der schwarzen Tasche lagen auch noch zwei Müllsäcke. Ob sich darin Leichenteile befinden, wollten die Ermittler nicht sagen.

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Der 40-jährige britischer Kriminologie-Student Stephen Griffiths wurde von einem Gericht in Bradford im nordenglischen Yorkshire vergangenen Freitag, zwei Tage nach seiner Verhaftung, wegen Mordes an drei Prostituierten angeklagt. Nun hat die Polizei im Flussbett des Aire eine schwarze Tasche mit Messer, Sägen und fleischlichen Überresten gefunden – knapp 200 Meter von der Stelle entfernt, an der die Leichenteile des jüngsten Opfers, der 36-jährige Suzanne Blamires, entdeckt worden war.

Blamires war vor zehn Tagen zum letzten Mal lebend gesehen worden. Nachdem ihr Freund eine Vermisstenmeldung aufgegeben hatte, fanden die Ermittler ihre Leiche im Fluss. Gemäss Presseberichten soll ihr Mörder sie auf grauenhafte Weise ermordet und den Kopf abgetrennt haben. Die Leichen der beiden anderen vermissten Frauen wurden bislang nicht gefunden.

Unweit von der schwarzen Tasche lagen auch noch zwei Müllsäcke. Ob darin weitere Leichenteile liegen, wollten die Ermittler nicht verraten. Man müsse abwarten, bis die Taschen trocknen, um Spuren und mögliche Fingerabdrücke nicht zu zerstören. Auch ob die sichergestellten Überresten in der schwarzen Tasche menschlichen Ursprungs sind, konnten sie noch nicht sagen.

«Kannibale mit der Armbrust» vs. «Jack the Ripper»

Bei einer ersten Anhörung vor Gericht gab der Angeklagte Griffiths seinen Namen als «Kannibale mit der Armbrust» an. Damit spielte er auf in Anspielung auf jüngste Zeitungsberichte über den Fall.

Nach dem britischen Gesetz dürfen Einzelheiten nicht mehr veröffentlicht werden, um einen fairen Prozess zu gewährleisten. Die Zeitungen betitelten ihn jedoch bereits als «neuen Ripper», in Anlehnung an «Jack the Ripper» und den «Yorkshire Ripper» Peter Sutcliffe, der in den 1970er Jahren 13 Frauen getötet hatte.

Laut den Berichten verfolgte Griffiths an der Universität von Bradford ein Promotionsstudium in Kriminologie, mit Spezialisierung auf berühmte Verbrecher des 19. Jahrhunderts – darunter auch der Londoner Prostituiertenmörder «Jack the Ripper».

(kle)