Demographie

27. Januar 2011 09:19; Akt: 27.01.2011 09:22 Print

2030 ist jeder 12. Schweizer ein Muslim2030 ist jeder 12. Schweizer ein Muslim

Laut einer Studie wird die Zahl der Muslime in den nächsten 20 Jahren doppelt so schnell wachsen wie die restliche Weltbevölkerung. In der Schweiz soll der Anteil auf 8,1 Prozent steigen.

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Der Anteil der Muslime an der Weltbevölkerung nimmt in den nächsten Jahrzehnten zu. (Bild: Keystone)

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In den nächsten beiden Dekaden werde die muslimische Bevölkerung jährlich um 1,5 Prozent anwachsen, die Zahl der Nicht-Muslime dagegen nur um 0,7 Prozent, hiess es in der am Donnerstag veröffentlichten Studie des US-Instituts Pew Forum on Religion and Public Life. Im Jahr 2030 wird demnach der Anteil der Muslime an der Weltbevölkerung 26,4 Prozent ausmachen.

Bis dahin werde Pakistan Indonesien als Staat mit der grössten muslimischen Bevölkerung überholt haben, sagt die Studie weiter voraus. In Europa wird der Anteil der Muslime demnach von heute sechs Prozent auf acht Prozent steigen, von 44,1 Millionen Einwohnern islamischen Glaubens auf dann 58,2 Millionen.

Anteil in der Schweiz wächst langsamer

Auch in der Schweiz wird die Zahl der Muslime bis 2030 steigen – allerdings weniger stark als im europäischen Durchschnitt. 2010 wohnen laut der Studie 433 000 Muslime in der Schweiz, bis in zwanzig Jahren soll die Zahl auf 663 000 steigen. Dies entspricht einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 8,1 Prozent.

Im gesamten Kontinent steigt der Anteil des Muslime von 4,5 auf 7,1 Prozent. In einigen europäischen Ländern wird der Prozentsatz in den kommenden 20 Jahren noch stärker ansteigen. Die Studie listet unter anderem Belgien auf, wo der Anteil von sechs auf 10,2 Prozent wachsen soll, Frankreich, wo er von 7,5 auf 10,3 Prozent anwachsen dürfte, sowie Schweden, wo er sich auf zehn Prozent verdoppeln werde. In den USA dürfte der Anteil der Muslime demnach von weniger als einem auf 1,7 Prozent steigen.

Für ihre Prognosen legte das US-Institut die aktuellen Geburten-, Sterbe- und Migrationsraten zugrunde.

(mlu/sda)

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  • OL am 28.01.2011 03:29 Report Diesen Beitrag melden

    Anteil zu hoch geschätzt

    Der Anteil Muslime wird unter 8.1% liegen. 1. wandern massenweise Christen durch die Personenfreizügigkeit ein. 2. ging die Geburtenrate von Muslimen in der Schweiz stark zurück (Bsp. ist jene von Türken klar unter 2.1) 3. gibt es immer mehr Mischehen und nur ca. 20% deren Kinder werden Muslime. 4. Der Islam in der CH wächst nur durch Familiennachzug und hier wird es bald eine massive Verschärfung geben.

  • B. Kerzenmacher am 27.01.2011 21:50 Report Diesen Beitrag melden

    Man wusste es genau.

    Insbesondere der politische Islam wird sich noch mehr bemerkbar machen in Europa so lange man nicht hart dagegen vorgeht. Ebenso wird der radikale Islam in Europa noch gewaltig zuschlagen. Anzeichen für harte Auseinandersetzungen sind bereits bemerkbar in Paris, London oder Malmö. Das schlimme daran ist dass man sich, zumindest in Europa, das Problem sich selbst ins Haus holte obwohl man genau wusste auf was man sich da einlässt. Der Preis dafür wird sehr sehr hoch ausfallen.

    • Andreas am 28.01.2011 12:38 Report Diesen Beitrag melden

      So ist es...

      Danke für diese waisen Worte. Leider gibt es andere Leute, die immer noch nur das glauben, was sie glauben wollen:-(

    • Roman am 29.01.2011 14:21 Report Diesen Beitrag melden

      Genau!

      Sehr gute Kommentare! Ich danke auch, dass Sie so gut verfassen haben! Sie haben Recht, "der Preis dafür wird sehr sehr hoch ausfallen"!

    • Mohammed am 06.02.2011 22:45 Report Diesen Beitrag melden

      hehe...

      ihr verwechselt den Islam mit der Politik... denkt nicht Islam = Terror, wir denken ja auch nich:christ = Pädophil oder weiss nicht was. ihr mit euren Vorurteilen. das ist kindisch. die Leuten die keinen Kontakt zu einem Muslim haben, reden so ein unsinnn!

    • Marvin_HD am 29.03.2011 12:48 Report Diesen Beitrag melden

      Gläubige und Ungläubige

      Das Kernproblem ist, dass mit dem Islam kein Zusammenleben auf gleicher Ebene möglich ist. Die Unterscheidung in Rechtgläubige und Ungläubige ist von vornherein eine Wertung und Diskriminierung. Wenn ich jmd. nicht als gleichwertig erachte, gestehe ich ihm auch nicht die selben Rechte zu. Und damit beginnt das ganze Problem. Islam = Frieden? Ja, solange die "Ungläubigen" (aka "Einheimischen") sich ducken und assimilieren.

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  • Fredi am 27.01.2011 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Könnte schlimmer sein

    Bald ist jeder dritte Schweizer SVP'ler, das macht mir bedeutened mehr Sorgen als die 4,8% Muslime in der Schweiz. Eure Erfahrungen mir Muslimen müssen wohl genauso katastrophal gewesen sein, wie meine mit gewissen angehörigen der SVP. Die paar Muslime in der Schweiz tun uns doch nichts, die SVP dagegen schränkt unsere Freiheiten ein und terrorisiert Minderheiten :-(

    • Markus am 30.03.2011 20:50 Report Diesen Beitrag melden

      Danke, ... Fredi!

      Es gibt doch noch Hoffnung für die Schweiz. Alle die, die meinen, die SVP sei so ehrenhaft, sollte mal deren Statuten lesen. Dann würden sie auch merken, dass deren Politik nichts mit ihren Idealen zu tun hat. Deshalb gibt's ja immer mehr Abspaltungen. Diese sind die eigentlichen, echten SVP'ler, wie es gem. den Statuten eigentlich auch einmal vor grauer Zeit festgehalten wurde.

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